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Leiterin des Referenzzentrums Mammographie München
Die Münchner Professorin Dr. Sylvia Helen Heywang-Köbrunner hat sich seit Beginn ihrer ärztlichen Tätigkeit 1982 auf Brustdiagnostik spezialisiert und ist inzwischen ausschließlich auf diesem Gebiet tätig.
Sie ist Autorin verschiedener Lehrbücher sowie Buchkapitel über Brustdiagnostik. Als geladene Expertin ist sie auf nationalen und internationalen Kongressen, Konsensustreffen, Gremien und als Kursleiterin in der Fort- und Weiterbildung aktiv (aktuelle Kurse: siehe auch www.referenzzentrum-muenchen.de).
Werdegang
| Geboren in Karlsruhe. Medizinstudium, Promotion und Facharztausbildung (für Radiologie) an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München | ||||
1982/83 | Forschungs- und Weiterbildungsaufenthalt für Brust-Diagnostik an verschiedenen renommierten Instituten in den USA als Stipendiatin der Deutschen Krebshilfe. | ||||
1982 | US-amerikan. Staatsexamen | ||||
1992 | Habilitation (Thema: Kernspintomographie der Brust) und Privat-Dozentur an der LMU München. | ||||
| (nach familiär bedingtem Ortswechsel nach Leipzig:) | ||||
1996-2003 | C3-Professur für Diagnostische Radiologie /Schwerpunkt Mammadiagnostik an der Universität Halle. | ||||
2003-1/2007 | Leiterin der Abteilung für bildgebende und |
Forschung
Frau Prof. Heywang-Köbrunner ist seit 1982/83 wissenschaftlich auf dem Gebiet der Brustdiagnostik tätig. Bedeutende Innovationen in der Brustdiagnostik gehen auf ihre Arbeiten zurück:
- 1985: Erstbeschreibung der Kontrastmittel-Kernspintomographie (auch MRT genannt) der Brust durch Prof. Heywang-Köbrunner; seither Erforschung und Etablierung des Verfahrens. Die KM-MRT gilt inzwischen als das meistversprechende neue Verfahren für die bildgebende Früherkennung des familiären Brustkrebs und für die möglichst exakte Ausdehnungsbestimmung von Brustkrebs in der dichten Brust vor geplanter Brusterhaltung. Für diagnostische Probleme nach Brusterhaltung oder Wiederaufbauplastik ist die KM-MRT seit Okt 2002 zugelassen.
- Seit 1992: Erstbeschreibung und Entwicklung von Verfahren zur MR-gestützten präoperativen Markierung. Damit kleine nicht tastbare Veränderungen und Brustkrebsherde, die nur mit Kernspintomographie sichtbar sind, vom Operateur aufgefunden werden können, müssen diese vor Operation unter „MR-Steuerung“ markiert werden.
- Seit 1996: Einführung der stereotaktischen Vakuumbiopsie der Brust durch sie in Europa. Das Verfahren, das meist ambulant durchführbar ist, erlaubt eine schonende und sichere Gewebsuntersuchung von kleinen nicht tastbaren, nur mammographisch sichtbaren Veränderungen. Hierdurch können zahlreiche Operationen bei mammographisch entdeckten, schlussendlich aber gutartigen Befunden eingespart werden. Inzwischen gilt das Verfahren als Methode der Wahl für die Abklärung kleiner Mikrokalkgruppen. Es ist in Frankreich, England und den USA freigegeben und wird von den meisten deutschen Kassen übernommen.
- Seit 1992 und 1997: Erstbeschreibung und Entwicklung von Verfahren zur schonenden Gewebsentnahme von Herden, die nur mit MRT (Kernspintomographie) sichtbar sind. Dieses Verfahren erlaubt, ähnlich wie die stereotaktische Vakuumbiopsie, Operationen bei nur kernspintomographisch sichtbaren Herden einzusparen.
- Leitung nationaler und internationaler Multicenterstudien auf o.g. Gebieten (vgl. auch Publikationen)
- Patente/-anmeldungen für Geräteneuentwicklungen in der interventionellen Mammadiagnostik und für Softwareentwicklung zur Qualitätssicherung in der Mammadiagnostik und für bildgebungsgestützte Studien (Die Patente sind großenteils an Firmen weitergegeben und umgesetzt).
Auszeichnungen
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen und Preisen für einzelne wissenschaftliche Arbeiten erhielt Frau Prof. Heywang-Köbrunner zwei Preise von hervorragender Bedeutung in Anerkennung ihres jeweiligen wissenschaftlichen Gesamtwerkes:
- den Holthusen-Ring, die höchste Auszeichnung der Dt. Röntgengesellschaft, verliehen 1992 „in Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Verdienste in der radiologischen Diagnostik von Erkrankungen der Brustdrüse..."
- den europäischen Yvette-Mayent-Curie-Preis, überreicht vom französischen Kultusminister 1999; verliehen „für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Physik, Chemie, Biologie oder Medizin, die wichtige Verbesserungen bei Früherkennung, Diagnose oder Therapie von Krebserkrankungen erwarten lassen.“
Frau Prof. Heywang-Köbrunner ist in verschiedenen Lexika wie „The Marquis Who’s Who“; im Sonderband „The Global 500“ (Baron’s Who's Who) genannt.
Ämter/Tätigkeiten
Mitglied der Dt. Röntgengesellschaft, der europ. und der nordamerikanischen Röntgengesellschaft, der dt. senologischen Gesellschaft und der europ. Soc of Breast Imaging (EUSOBI), der Arbeitsgemeinschaft min. inv. Mammadiagnostik;
Leiterin des wissenschaftlichen Beirates und des Lenkungsausschusses des Bayrischen Mammographie-Screening-Projektes (Laufzeit 2003-Ende 2006);
Vorstandsmitglied der Dt. Senologischen Gesellschaft (bis 2008 entspr. maximaler Dauer der Vorstands-Mitgliedschaft);
Leiterin internationaler Konsensuskonferenzen zur stereotaktischen Vakuumbiopsie (1999), zur MR-gestützten Vakuumbiopsie (2006);
Mitglied der Leitlinien-Kommission S3-Leitlinie für die Früherkennung des Mammakarzinoms sowie Mitglied der Leitlinien-Kommission S2-Leitlinie für die Therapie des Mamakarzinoms (www.senologie.org);
Kommissionsmitglied renommierter internationaler und nationaler interdisziplinärer Konsensuskonferenzen zum Thema Brustkrebs (Miami 2000, Mailand 2005, Philadelphia 2007);
Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher nationaler, europäischer und internationaler Fachgesellschaften und deren Arbeitsgruppen; Reviewer und Mitglied des Editorial Board verschiedener internationaler und nationaler wiss. Zeitschriften
Vorsitzende des Programmkommittees Brustdiagnostik beim Europäischen Röntgenkongress (Wien) 2001 und 2002;
Tagungsleiterin des Dt. Senologiekongresses 1994 in Leipzig.
Publikationen
Bücher (chronologisch)
Heywang-Köbrunner SH. Contrast-Enhanced MRI of the Breast. 1. Aufl. Basel: Karger Verlag 1990
Barth V, Prechtel K, unter Mitarbeit von SH Heywang. Atlas der Brustdrüse und ihrer Erkrankungen. Synopsis von Klinik, Morphologie und Radiologie unter Berücksichtigung spezieller Untersuchungsverfahren. 2. Auflage Stuttgart: Enke Verlag 1990
Heywang-Köbrunner SH, Schreer I. Bildgebende Mammadiagnostik. Stuttgart: Thieme 1996
Heywang-Köbrunner SH, Beck R. Contrast-Enhanced MRI of the Breast, 2. Aufl. Berlin, Heidelberg, New York: Springer 1996
Heywang-Köbrunner SH, Schreer I, Dershaw DD. Diagnostic Breast Imaging. Stuttgart, New-York: Thieme 1997
Heywang-Köbrunner SH, Schreer I, Dershaw DD. Mama Diagnóstico por Imagem. Rio de Janeiro: Revinter Ltda. 1999
Pickuth D, unter Mitarbeit von Heywang-Köbrunner SH. Intensivkurs Radiologie. Bremen, London, Boston: Uni-Med-Verlag 2000
Heywang-Köbrunner SH, Schreer I, Grumbach Y. Imagerie Diagnostique du Sein. Paris, Barcelona: Masson 2000
Heywang-Köbrunner SH, Dershaw DD, Schreer I. Diagnostic Breast Imaging. 2nd ed. Stuttgart, New York: Thieme 2000
Heywang-Köbrunner SH, Schreer I. Bildgebende Mammadiagnostik; 2. Auflage. Stuttgart: Thieme 2003
Nicolas V, Heywang-Köbrunner SH. Handbuch für Diagnostische Radiologie. Urogenitaltrakt, Retroperitoneum, Mamma. J. Freyschmidt (Hrsg.) Heidelberg, New York: Springer 2004
Heywang-Köbrunner SH, Dershaw DD, Schreer I. Diagnostic Breast Imaging. 3rd ed. Stuttgart, New York: Thieme 2010 (in Bearbeitung)
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