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Makuladegeneration, Augenkrankheiten, Sehbehinderung, Zapfen - Sinneszellen, Makula,
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Makuladegeneration

Die Bedeutung der Makula
 

Die Makula, der gelbe Fleck, ist der Ort des schärfsten Sehens. Sie ist ein nur etwa 2 Millimeter großer Bezirk in der Netzhautmitte. Die Makula besteht aus Millionen von lichtempfindlichen Zapfen - Sinneszellen, die für das Farbesehen und die Bildschärfe verantwortlich sind. Nur im Bereich der Makula können wir gestochen scharf sehen.
Die Makuladegeneration ist weltweit die häufigste Ursache für Sehbehinderungen. Allein in Deutschland sind etwa zwei Millionen Menschen davon betroffen. Jeder Fünfte über 65 Jahre leidet hier an einer Makuladegeneration.


Makuladegeneration
 

Damit wir scharf sehen können, müssen die Sinneszellen der Netzhaut, besonders der Makula, eine extrem hohe Stoffwechselleistung erbringen. Die Versorgung mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen erfolgt dabei über die Aderhaut, die direkt unterhalb der Sehzellen verläuft. Gleichzeitig fallen durch die Stoffwechseltätigkeit der Sinneszellen Abfallprodukte an, die ebenfalls über die Gefäße der Aderhaut abtransportiert werden.
Ist die Aderhaut mit zunehmendem Alter nicht mehr in der Lage die Netzhaut optimal zu versorgen und alle anfallenden Abfallprodukte zu entsorgen, so kann es zu einer Makuladegeneration kommen.


Wie erkennt man eine Makuladegeneration?
 

Ob man an einer Makuladegeneration leidet, kann man leicht mit dem Amslertest überprüfen. Der Amslertest besteht aus einem Gitternetz, in dessen Mitte ein schwarzer Kreis ist. Kann man diesen Kreis nicht mehr fixieren oder verschwimmen dabei die Gitternetzlinien, so leidet man an einer Makuladegeneration.


Krankheitsverlauf
 

Bei der Makuladegeneration geht allmählich, aufgrund der Ablagerung von Abfallstoffen, die zentrale Sehschärfe verloren. Beim Lesen verschwimmen die Buchstaben in der Mitte des Schriftbildes. Zu Beginn der Erkrankung ist nur ein kleiner Ausschnitt mit wenigen Buchstaben betroffen. Mit Fortschreiten der Krankheit wird dieser Ausschnitt immer größer. In einem späteren Stadium erkennt der Patient beispielsweise die Gesichtszüge seines Gegenübers nicht mehr.
Augenärzte unterscheiden die "trockene" und die "feuchte" Verlaufsform. Erstere ist die weitaus häufigere Form. Sie ist gekennzeichnet durch eine allmähliche Sehverschlechterung.

Bei der "feuchten" Verlaufsform erscheinen dem Patienten gerade Linien verbogen. Grund für die verzerrte Wahrnehmung ist eine flüssigkeitsbedingte Schwellung der Netzhaut. Die Netzhaut schwillt an, weil Blutgefäße aus der Aderhaut in die Netzhaut einwachsen. Wenn sich die einwachsenden Gefäße noch nicht all zu weit ausgebreitet haben, dann können sie mit Laserstrahlen verödet werden.

Patienten, die unter der trockenen Makuladegeneration leiden, sollten wissen, dass sich bei ihnen auch jederzeit die feuchte Verlaufsform entwickeln kann. Deshalb sollten sie regelmäßig ihre Netzhaut kontrollieren lassen, denn der Augenarzt kann einwachsende Gefäße mit dem Augenspiegel erkennen, bevor der Betroffene selbst eine Verschlechterung seiner Sehschärfe wahrnimmt.


Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration
 

Durch eine medikamentöse Behandlung mit Vitaminen, Enzymen und Spurenelementen konnte der Verlauf bei einigen Patienten günstig beeinflusst werden.
Bei der Laserbehandlung werden neu gebildete Gefäße verödet. Der Nachteil des Verfahrens besteht darin, dass nicht nur die einwachsenden Gefäße dabei zerstört werden, sondern gleichzeitig auch die benachbarten Sinneszellen beschädigt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Bestrahlung mit Röntgenstrahlen, wodurch die weitere Gefäßneubildung gestoppt werden soll. Durch die Bestrahlung kann die momentane Sehschärfe konserviert werden, sie wird allerdings nur in Spezialabteilungen durchgeführt.
Bei der photodynamischen Therapie (PDT) wird ein lichtempfindlicher Farbstoff in die Armvene gespritzt. Anschließend sammelt sich der Farbstoff in den krankhaft veränderten Gefäßen in der Netzhaut. Das Auge wird dann mit einer spezifisch auf den Farbstoff abgestimmten Lichtinstensität bestrahlt, wodurch nur die wuchernden Zellen zerstört werden.
Bei einer Makulaoperation werden die Gefäßneubildungen chirurgisch entfernt. Der Augenarzt macht dazu einen kleinen Schnitt in die Netzhaut und zieht die eingewanderten Gefäße nach unten weg. Nach der Operation wird ein Gas in das Auge eingefüllt, dadurch wird die Netzhaut wieder auf die Aderhaut gedrückt.
Zukünftig wird es vielleicht die Möglichkeit geben ein künstliches Netzhautimplantat ins Auge einzupflanzen: Eine kleine Platte mit lichtsensiblen Sensoren, die die Funktion der Sinneszellen übernehmen, wird dabei auf die Netzhaut implantiert. Im Moment ist dieses Verfahren noch in der experimentellen Phase und wird noch nicht beim Menschen angewendet.


Kann man der altersbedingten Makuladegeneration vorbeugen?
 

Spezielle Empfehlungen gibt es keine. Allerdings ist bekannt, dass Rauchen und zu hohe Blutfettwerte die Makuladegeneration verstärken. Deshalb sollte man das Rauchen einschränken, oder besser noch ganz aufhören und sich nicht allzu fett ernähren. Darüberhinaus sollte man die Augen vor allzu langer und intensiver Sonnenbestrahlung schützen.
Über 55-Jährige sollten regelmäßig mit dem Amslertest überprüfen, ob die Sinneszellen ihrer Makula noch voll funktionsfähig sind.

 

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