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Indikatoren für eine Risikoschwangerschaft und Risikogeburt

Anzeichen in der Vorgeschichte

Schwangerschaftsbauch
(c) Stockbyte

Zu den Anzeichen von Risikoschwangerschaften gehören schwere Erkrankungen der Mutter, z. B. an Niere und Leber, oder starkes Übergewicht.  Eine voran gegangene Sterilitätsbehandlung, wiederholte Fehlgeburten oder Frühgeburten, Totgeburten oder ein Kind, das geschädigt zur Welt gekommen ist, stellen ebenfalls ein Risiko dar. Frauen, die bereits Kinder entbunden haben, die mehr als 4.000 Gramm wogen, oder extrem klein für ihr Alter waren, sollten ebenso, wie Mütter, die Mehrlingsgeburten hatten, besonders überwacht werden.

Generell ist bei Frauen unter 18 und über 35 Jahren mit Schwangerschafts- und Geburtsrisiken zu rechnen, ebenso wenn Frauen Komplikationen bei vorherigen Entbindungen hatten. Mehrgebärende über 40 Jahre und Schwangere, die mehr als vier Kinder zur Welt bringen, sind ebenfalls gefährdet. Es können genetische Defekte angelegt sein, Komplikationen während des Geburtsvorgangs oder Funktionseinschränkungen des Mutterkuchens auftreten. 

Anzeichen aus Befunden der Schwangerschaft

Liegt eine EPH-Gestose (sogenannte „Schwangerschaftsvergiftung“) vor, so zeigt sich das an Blutdruckwerten, die höher als 140/90 mmHg liegen und einer Eiweiß–Ausscheidung, die in 24 Stunden bei einem Gramm oder höher liegt. Die Schwangere lagert Wasser ein und nimmt im letzten Schwangerschaftsdrittel mehr als 500 Gramm pro Woche zu.

Ebenso birgt eine Nierenbeckenentzündung ein Risiko. Diabetes mellitus, Blutungen in der Gebärmutter, Blutarmut sowie eine Blutgruppenunverträglichkeit können Mutter und Kind in der Schwangerschaft gefährden. Außerdem kann ein Missverhältnis zwischen Gebärmuttergröße und Kindsgröße im Verhältnis zum Schwangerschaftsmonat  zu Komplikationen führen.

Bei Mehrlingen und wenn die Lage des Kindes nicht optimal für eine Geburt ist, sollte die Schwangere besonders überwacht werden. Den Turnus der Untersuchungen legt der Gynäkologe fest. Weitere Risiken entstehen durch das Überschreiten des Geburtstermins oder durch eine drohende Frühgeburt.

 

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