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Die Menorrhagie ist eine Menstruationsstörung, bei der die Monatsblutung verlängert ist. Mehr als 80 ml Blut gehen bei einem Zyklus verloren. Für die
betroffenen Frauen bedeutet dies einen fast stündlichen Wechsel von Binden oder Tampons. Die Blutung dauert länger als sechs bis acht Tage.
Wer an einer Menorrhagie leidet, ist nicht nur in den täglichen Aktivitäten beeinträchtigt. Viele Frauen betrachten die Menstruationsstörung als extreme Einschränkung ihrer Lebensqualität. Da der Blutverlust sehr hoch ist, kann es zudem zu Kreislauf-Problemen bis hin zur Bettlägerigkeit kommen.
Sie haben Interesse, sich mit anderen zum Thema
Menorrhagie interaktiv auszutauschen? Dann schauen Sie sich doch die neuen Foren im DGK-Web an.
Diagnose
In einem Gespräch wird der Arzt/ die Ärztin zunächst die Krankengeschichte erfragen. Neben der frauenärztlichen Untersuchung wird zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Um Hormonstörungen oder auch eine Eisenmangelanämie festzustellen, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Hilfreich für die Diagnose kann es auch sein, wenn die betroffene Frau über einen Zeitraum von mehreren Monaten einen Menstruationskalender schreibt, in dem sie Blutungshäufigkeit, Blutungsstärke, Schmerzen und eventuelle Zwischenblutungen erfasst.
Zur genaueren Feststellung der Ursachen kann der Arzt/ die Ärztin auch eine Gebärmutterspiegelung oder eine Ausschabung vornehmen.
Ursachen
Eine Menorrhagie kann durch organische Veränderungen im Bereich der Geschlechtsorgane hervorgerufen werden, wie:
· Myome (gutartige Tumore des Muskelgewebes)
· Polypen (Ausstülpungen der Schleimhaut) oder
· Karzinome (bösartige Tumoren) und
· Endometriose (gutartige, aber schmerzhafte Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter)
Häufiger ist auch eine Störung des Hormonhaushaltes Verursacher einer Menorraghie.
Eine mögliche, wenn auch seltener vorkommende Ursache können auch Stauungszustände im kleinen Becken, chronische Entzündungen, Gerinnungsstörungen, Bluthochdruck, Herz-, Nieren-, und Blutkrankheiten sein.
Therapie
Die Therapie richtet sich nach den Ursachen. Die medikamentöse Behandlung durch Hormone ist eine der ersten Optionen, die FrauenärztInnen bei hormonellen Störungen, aber auch bei organischen Veränderungen wählen. Sollte diese keinen positiven Effekt haben, werden beispielsweise vorhandene Myome oder Polypen operativ entfernt.
Sofern diese Therapieversuche erfolglos bleiben, wird betroffenen Frauen, bei denen ein schlechtes Allgemeinbefinden und eine Blutarmut vorliegen und deren Familienplanung abgeschlossen ist, häufig zur Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) geraten.
Mehr und mehr werden aber auch neuere moderne Therapieoptionen genutzt, die den Erhalt des Organs gewährleisten.
Selbsttest
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Selbsttest Menorrhagie kann Ihnen mehr Aufschluss geben und Ihnen eventuell als Grundlage für Ihren nächsten Arztbesuch dienen.

