DGK e.V. -Deutsche Gesundheits Korrespondenz dgk, Jg. 46, 4 - 2005 - Themen: Bundesweiter Aktionstag, Nachhaltiges Waschen 2005, Interview, Bundesministerin Renate Künast, Osteoporose, Ausstellung, Berlin,Toscani, Aktaufnahmen, Brustkrebs, Mammograhoie-Screeni
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Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 46, 5 - 2005

Interview mit Bundesministerin Renate Künast


Schirmherrin für den
„Bundesweiten Aktionstag – Nachhaltiges Waschen 2005“
von Klaus Afflerbach, Deutsches Grünes Kreuz e.V.
(2.894 Zeichen)

DGK:

Frau Ministerin, in diesem Jahr wird das FORUM WASCHEN FÜR DIE ZUKUNFT zum zweiten Mal den bundesweiten Aktionstag – Nachhaltiges Waschen durchführen. Im Zentrum dieser Aktivitäten stehen verbraucherorientierte Informationen zum Wäschewaschen. Sehen Sie Anknüpfungspunkte dieser Aktivitäten zu der Kampagne „ECHT GERECHT. Clever kaufen“?

Renate Künast:

Ganz sicher: Der Aktionstag Nachhaltiges Waschen ergänzt die Aufklärungsarbeit der Kampagne ECHT GERECHT. Clever kaufen. Die Kampagne will Verbraucherinnen und Verbraucher dazu anregen, in ihrem alltäglichen Konsumverhalten umweltbezogene, soziale und ethische Kriterien verstärkt zu berücksichtigen. Sie informiert über unabhängige Produktkennzeichnungen und zeigt konkrete umwelt- und sozialverträglichere Verhaltensweisen auf. Der Aktionstag beleuchtet das Konsumfeld Waschen genauer und gibt Tipps, wie z.B. durch richtige Dosierung von Waschmitteln und die richtige Befüllung der Waschmaschine nicht nur schädliche Umweltwirkungen vermieden, sondern sogar der Geldbeutel geschont werden kann.

DGK:

Im FORUM WASCHEN FÜR DIE ZUKUNFT arbeiten Vertreter von Verbraucherorganisationen, Wirtschaftunternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Behörden zusammen. Sind derartige Kooperationen nach Ihrer Einschätzung zukunftsfähig?

Renate Künast:

Das FORUM WASCHEN FÜR DIE ZUKUNFT vereint verschiedene Akteure, die ihre Kompetenzen bündeln und gemeinsam einsetzen. Es werden ganz konkrete Wege aufgezeigt, wie sowohl Verbraucherinnen und Verbraucher als auch die anbietende Wirtschaft einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten können.
Eine solche Initiative ist genau das, was ich mir in anderen Branchen auch wünsche: Gemeinsame Arbeit an einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschaft und Gesellschaft. Das hat Zukunft!

DGK:

Mittlerweile entscheiden sich immer mehr Unternehmen dazu, einen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht zu veröffentlichen, so zum Beispiel auch der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel. Haben diese Berichte nach Ihrer Einschätzung relevante Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt und Verbraucherverhalten?

Renate Künast:

Erfreulicherweise erkennen immer mehr Unternehmen, dass sich der Begriff der Produktqualität erweitert hat und auch gesellschaftliche Leistungen über Erfolg oder Misserfolg am Markt entscheiden. Regelmäßig veröffentlichte Nachhaltigkeitsberichte, die nachvollziehbar Rechenschaft ablegen über den geleisteten Beitrag zu zukunftsfähigen Wirtschaftweisen tragen ebenso wie verbraucherfreundliche Informationen zu einer erfolgreichen Unternehmensführung bei. Damit wird den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher entsprochen, die zunehmend auch Produktionsbedingungen und Prozessqualität in ihre Kaufentscheidungen einbeziehen möchten. Nachhaltigkeitsberichte sind aussagekräftige Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens, die weitreichende Wirkung entfalten.


„Nachhaltiges Waschen – es lohnt sich“, so lautet das Motto des diesjährigen bundesweiten Aktionstages, an dem sich viele Akteure wie Deutscher-Hausfrauen-Bund, Deutscher LandFrauenverband, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft mit Beratungsangeboten beteiligen.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de zu finden.


Osteoporose verändert das Leben radikal
Toscanis Aktaufnahmen dokumentieren Knochenschwund
(4.279 Zeichen)

(dgk) Osteoporose hat Imeldas Leben radikal verändert. Bei der 53-Jährigen ist die Krankheit vor zwei Jahrzehnten durch Kortikosteroide ausgelöst worden. Diese starken Medikamente waren ihr nach zwei Krebsoperationen verordnet worden. „Weiter als Friseurin zu arbeiten war nur noch stundenweise möglich, wenn ich Korsett trug. Inzwischen geht es gar nicht mehr“, sagt sie.

Körperlich sei sie zwar aufgrund der osteoporosebedingten Knochenbrüche um 18 Zentimeter geschrumpft, ihr Elan sei aber ungebrochen. Im September 1999 fuhr Imelda nach Berlin, um sich gemeinsam mit anderen Osteoporosekranken aus aller Welt von dem italienischen Starfotografen Oliviero Toscani fotografieren zu lassen – nackt, damit deutlich wird, wie der Knochenschwund in den Körperbau einbricht. „Dass ich auf den Bildern nackt bin, stört mich wenig. Nur so kann man Ärzte, Politiker und Betroffene wachrütteln, mehr für die Früherkennung und Behandlung der Osteoporose zu tun“, betont Imelda.

An Osteoporose leiden allein in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen. Und längst ist dies keine Krankheit mehr, die nur Ältere trifft, wie das Beispiel der 31-jährigen Tanja zeigt. „Sie haben die Knochenstruktur einer 80-Jährigen“, habe ihr Arzt gesagt. Damals sei sie 23 Jahre alt gewesen. Ursache ihrer Osteoporose ist eine Zöliakie, eine Eiweißunverträglichkeit, welche die Darmoberfläche verkümmern lässt. Kalzium kann nicht mehr aus der Nahrung aufgenommen werden und wird den Knochen entzogen.

Tanja hat Glück gehabt, dass ihre Ärzte mit einer Knochendichtemessung die Osteoporose entdeckt haben. „So ist mir viel Leid erspart geblieben“, sagt sie. Um junge Menschen zu motivieren, jetzt dem Knochendichteverlust der späteren Jahre entgegenzuwirken, hat sie ebenfalls für die Ausstellung „Osteoporosis – A Photographic Vision by Oliviero Toscani“ Modell gestanden.

Denn über die Möglichkeiten der Osteoporosevorbeugung wissen gerade junge Leute viel zu wenig. „Wir wollen sie auf der emotionalen Schiene erreichen“, sagt Barbara von Stackelberg, die das Projekt für das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) konzipiert hat.

Aber deutsche und europäische Osteoporose-Hilfsverbände wollen nicht nur Gefährdete, sondern vor allem die Politik aufrütteln. Die Diagnostik dürfe nicht erst nach dem ersten Knochenbruch einsetzen, eine effektive Behandlung müsse allen Betroffenen zur Verfügung stehen, so die Forderung. Die gezielte Vorbeugung solle ein selbstverständlicher Teil der Gesundheitsversorgung werden. „Meine Arbeit ist getan“, sagt Toscani. „Nun müssen Ärzte und Politiker ihre machen.“

Die vom DGK initiierte Ausstellung mit den 2,80 Meter hohen Aktaufnahmen von Osteoporosepatienten wurde bisher dank der International Osteoporosis Foundation (IOF) in Rom, Lissabon, Sevilla, Madrid, Barcelona, Brüssel, Oslo, Stockholm, Helsinki und Kopenhagen gezeigt.

Von Donnerstag, 19. Mai, bis Sonntag, 12. Juni, sind die „Fotografischen Einblicke“ des ehemaligen Benetton-Fotografen in Berlin zu sehen: täglich von 11 bis 21 Uhr im Umspannwerk Humboldt, Kopenhagener Straße 57, Prenzlauer Berg. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin der Ausstellung ist Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Die Leidensgeschichten der Frauen und Männer, die Toscani Modell gestanden haben, sind zu lesen im 96-seitigen Ausstellungskatalog, der im VERLAG im KILIAN erschienen ist und 5 Euro kostet.

Auch Kinder haben Osteoporose!


Wer sich nicht bewegen kann, weil er zu lange im Krankenhaus liegen muss oder im Rollstuhl sitzt, der verliert nicht nur Muskeln, sondern auch Knochendichte. Ohne ausreichende Muskeln fehlt die Stütze für den Körper, und ohne Muskelarbeit fehlt der Anreiz auf den Knochenstoffwechsel. Knochenaufbau und Knochenabbau geraten aus dem Gleichgewicht. Ergebnis: instabile Knochen und Knochenbrüche aus nichtigem Anlass.

Besonders schlimm ist das für betroffene Kinder. Unbehandelt werden sie nie die Knochendichte erreichen, die für ein langes Leben nötig ist. Dazu: Umhertollen und Spielen – aussichtslos!

Das Forschungsprogramm „Auf die Beine“ der Universitäts-Kinderklinik Köln verspricht Hilfe. Mit einem speziellen Training sollen die Muskeln der jungen Studienteilnehmer wieder aufgebaut werden. Das Ziel: Raus aus dem Rollstuhl!

Die Ergebnisse werden auch für erwachsene Osteoporosepatienten von großem Interesse sein.

Das DEUTSCHE GRÜNE KREUZ E. V. unterstützt dieses Forschungsprogramm.
Helfen Sie mit!

 

    • mit dem Kauf des Katalogs zur Ausstellung (5 Euro, Bezug über VERLAG im KILIAN, Nikolaistraße 3, 35037 Marburg,
      Telefon: 0 64 21 / 2 93 – 3 23, Fax: 0 64 21 / 2 93 – 1 70,
      E-Mail: anette.weber(à)kilian.de

      Die Einnahmen gehen zu 100 Prozent auf das Sonderkonto der Universitäts-Kinderklinik Köln.
      Institut: Bank für Sozialwirtschaft
      Bankleitzahl: 370 205 00
      Kontonummer: 815 00 00
      Verwendungszweck: 360 / 1448 / 41
      Kennwort: "Auf die Beine“

 

    • mit einer Spende auf das selbe Konto


Wir werden berichten, wie die Kinder aus dem Rollstuhl kommen und wie Erwachsene davon profitieren.


Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer die Heilungschance
Interview mit Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann
von Michaela Berg, Deutsches Grünes Kreuz e.V.
(4.928 Zeichen)

Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann(dgk) Wenn eine Frau mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wird, ist dies zunächst ein Schock, gefolgt von dem Wunsch: Ich will meine Brust erhalten. Das aber ist nur bei einer Früherkennung der Krankheit möglich. Mit dem neuen Mammographie-Screening haben Frauen heutzutage die Chance, dass Brustkrebs so früh wie möglich nachgewiesen werden kann. Über diese Chance sprach das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) mit Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann vom Brustzentrum der Frauenklinik des Roten Kreuzes in München, einem Experten der Brustkrebsforschung in Deutschland.

Foto: Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann


DGK: Warum ist es so wichtig, dass der Brustkrebs so früh wie möglich bei der Frau entdeckt wird?

Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann: Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer ist die Heilungschance. Fast 100 Prozent der Tumoren im Vorstadium können geheilt werden. Frühe Erkennung erlaubt oft auch, dass schonende Verfahren eingesetzt werden. In seinen frühen Stadien macht Brustkrebs keine Beschwerden oder Schmerzen. Bislang war es daher so, dass der größte Teil der Veränderungen von den Frauen selbst entdeckt wurde – durch Abtasten der Brust. Tumoren werden auf diese Art in der Regel erst festgestellt, wenn sie bereits 1 bis 2 Zentimeter groß sind. Mit dem Mammographie-Screening, eine nach Qualitätskriterien der EU organisierte Reihenuntersuchung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, können Tumoren in der Brust hingegen ganz früh aufgespürt werden, wenn sie noch nicht getastet werden können: bereits mit nur 1 bis 2 Millimetern. Dieses Screening wird von den Krankenkassen erstattet, auch wenn kein Krebsverdacht oder ein familiäres Risiko besteht. Frauen sollten diese Chance zur Früherkennung unbedingt nutzen.

DGK: Welche Therapie eingesetzt wird, hängt in erster Linie vom Stadium der Erkrankung ab. Ist das richtig? Wie groß ist die Chance, dass die Brust der Patientin erhalten bleibt?

Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann: Vor zehn Jahren lag die Chance, dass die Brust der Frau nach einer Operation erhalten blieb, bei etwa 30 Prozent. Heutzutage können etwa 70 Prozent der Patientinnen brusterhaltend operiert werden. Es hat somit eine Umkehr stattgefunden. Brusterhaltende Operationen sind immer möglich, wenn ein Tumor im Frühstadium entdeckt wurde. Denn auch ohne Entfernung der gesamten Brust bestehen mittlerweile gute Heilungschancen, eine nachfolgende Bestrahlung reduziert die Gefahr, dass der Krebs an derselben Stelle nochmals auftritt. Eventuell müssen die Achsel-Lymphknoten entfernt werden.

DGK: Wie groß ist das Risiko, dass sich eine neue Geschwulst oder Metastasen bilden?

Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann: Um dieses Risiko noch weiter zu senken, werden entweder eine Chemo- oder einen Hormon-Therapie eingesetzt. Nachteil der Chemotherapie: Nicht nur die Krebszellen, sondern auch schnell wachsenden gesunde Zellen werden geschädigt. Zum Beispiel die Zellen der Haarwurzeln und des Knochenmarks. Die Hormon-Therapie ist verglichen mit der Chemotherapie nebenwirkungsarm. Diese Behandlungsmöglichkeit wird sowohl als adjuvante – also vorbeugende – Therapie als auch bei Brustkrebs, der bereits Metastasen gebildet hat, angewendet. Voraussetzung für ihren Einsatz ist es, dass die Brustkrebstumoren hormonabhängig sind.

DGK: Welche Wirkstoffe werden bei der Hormon-Therapie eingesetzt? Welchen Mechanismus lösen sie in der Brust aus? Und: welche Nebenwirkungen haben sie?

Prof. Dr. med. Wolfgang Eiermann: Eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen hat gezeigt, dass bei Brustkrebs häufig eine Hormon-Abhängigkeit besteht. Das bedeutet: Bei hormonabhängigen Tumoren regt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen die Krebszelle zum Wachstum an. Es geht also darum, durch die Veränderung des Hormonhaushaltes diese Wirkung zu unterbinden. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen. Bisher wurde meistens Tamoxifen eingesetzt, ein „Gegenspieler“ des Östrogens. Es blockiert die Andockstellen für das Hormon auf der Tumorzelle. Da Tamoxifen jedoch auch Nebenwirkungen, zum Beispiel Thrombosen, Gebärmutterschleimhautkrebs und Vaginalblutungen verursachen kann, wurden weitere Behandlungsansätze erforscht.

Die neuen Aromatasehemmer sorgen dafür, dass Östrogen gar nicht erst entsteht. Sie hemmen das Enzym Aromatase, das für die Bildung des Hormons verantwortlich ist und unterbinden das Wachstum hormonabhängiger Brustkrebszellen. Beim Kongress in St. Gallen im Januar 2005 wurden die Aromatasehemmer wie zum Beispiel Anastrozol als neuer Standard für die adjuvante Hormontherapie für Frauen nach den Wechseljahren aufgenommen. Studien zeigten, dass Aromatasehemmer nicht nur wirksamer in der Verhinderung eines Rückfalls ist, sondern auch besser verträglich als Tamoxifen.

Brustkrebs – vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln. Ihre Chance


Zum Auftakt der Informationskampagne zum Mammographie-Screening in Bayern veranstaltet das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) in Zusammenarbeit mit der Bayrischen Krebsgesellschaft und anderen Kooperationspartnern insgesamt fünf Informationsveranstaltungen. In den Städten Augsburg, München und Regensburg fanden unter dem Motto „Brustkrebs vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln“ bereits Info-Tage mit namhaften medizinischen Experten statt.
Die nächsten Termine sind Nürnberg (9. Mai) und Würzburg (12. Mai). Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministers für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Werner Schnappauf.

Infos unter www.dgk.de/brustkrebs

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Reichliche Vitamin-C-Aufnahme schützt vor Parodontitis
Obstsorten wie Erdbeeren, Zitrusfrüchte und Kiwi bevorzugen
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(dgk) Bereits die Erfahrungen in der Entdeckungszeit der Seefahrt wiesen auf die Bedeutung von Vitamin C für die Mundgesundheit hin: Skorbut, die klassische Vitamin-C-Mangelerkrankung, führt in ihrer schweren Form zur Degeneration des Zahnhalteapparats bis hin zum Zahnausfall. Eine Arbeitsgruppe der Universität Jena hat diese Zusammenhänge nun genauer untersucht und in der Aprilausgabe der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift veröffentlicht. Professor Eike Glockmann und seine Mitarbeiter analysierten den Verzehr von Frischobst und die Aufnahme von Vitamin C bei Parodontitispatienten und verglichen die Daten mit denen gesunder Personen.

Während die Patienten mit Parodontitis im Durchschnitt täglich nur 243 Gramm (g) frische Früchte verzehrten, konsumierten die zahngesunden Probanden 318 g Frischobst. Dem entsprechend lag die Vitamin-C-Aufnahme bei den Patienten mit Zahnfleischentzündung bei nur 163 Milligramm (mg) gegenüber 237 mg in der Kontrollgruppe. Außerdem stellten die Wissenschaftler fest, dass die Parodontitis-Testgruppe häufiger Vitamin-C-arme Obstsorten auswählte wie Äpfel, Bananen und Weintrauben. Die gesunden Testpersonen bevorzugten hingegen eher Früchte mit hohem Vitamin-C-Gehalt, beispielsweise Apfelsinen, Kiwi oder Grapefruit.

Erstaunlich an diesen Ergebnissen ist, dass die tägliche Vitamin-C-Aufnahme der Parodontitis-Patienten mit 163 mg deutlich über der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt (100 mg). Hierzu verweisen die Forscher auf Untersuchungen der Arbeitsgruppe Nishidas: Die Grenze für ein niedrigeres Parodontitisrisiko scheint bei 180 mg Vitamin C pro Tag zu liegen. Hinzu kommt, dass der Vitamin-C-Spiegel im Blut bei den Parodontitis-Patienten unter dem zu erwartenden Wert lag. Daraus schließen Glockmann und seine Mitarbeiter, dass der Organismus aufgrund der anhaltenden Entzündung mehr Vitamin C zu benötigen scheint.

Zwar ist die Rolle von Vitamin C für die Entwicklung einer Parodontitis noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist aber, dass das antioxidative Vitamin an der Abwehr von Parodontose erregenden Bakterien beteiligt ist. Außerdem fördert es die Regeneration des Zahnfleisches. Für den Alltag bestätigt sich damit die Empfehlung, reichlich frisches Obst und Gemüse zu verzehren, und zwar bevorzugt Sorten mit hohem Vitamin-C-Gehalt. Heike Brinkmann-Reitz, Ernährungswissenschaftlerin der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V. , rät: „Nutzen Sie die Erdbeerzeit. Mit 300 g der leckeren Früchte erreichen Sie bereits die „magische Grenze“ von 180 mg Vitamin C pro Tag. Auch Zitrusfrüchte und Kiwi enthalten viel Vitamin C. Wer aufgrund von Zahnerosion weniger saure Lebensmittel vorzieht, kann sich an Gemüsesorten wie Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel, Kohlrabi, Paprika, Rosenkohl und Grünkohl halten.“

Weitere Informationen zum Thema zahngesunde Ernährung finden Sie auf der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.: www.rundum-zahngesund.de.



Quelle:
Staudte, H., Sigusch, B.W., Glockmann, E.: Verminderter Frischobstverzehr und Vitamin C-Status bei Parodontitispatienten. Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift (2005) 60. Jg, Nr. 4, S. 232-235


Weg mit dem blauen Fleck!
Hämatome: kühlen, ruhen, cremen
(1.877 Zeichen)

(dgk) Ein ungeschickter Stoß gegen die Bettkante, in der Eile Tür und Tisch gestreift – und schon ist es passiert. Auf einen heftigen Schmerz folgt Stunden später eine Verfärbung: der blaue Fleck. Im Laufe der nächsten Tage wird dieser dunkler, schließlich grün und gelblich-braun. Einige Zeit später ist der Spuk dann vorbei und der Fleck in aller Regel von selbst wieder verschwunden.

Die Haut des Menschen ist sehr widerstandsfähig. Deshalb kann es passieren, dass bei einem Schlag oder Stoß das Gewebe unter der Oberhaut verletzt wird, ohne dass die Haut selbst aufreißt und eine offene Wunde entsteht. Das Gewebe besteht unter anderem aus Blutgefäßen und Zellen. Wenn diese verletzt werden, entsteht ein Bluterguss. Es tritt Blut tritt aus dem verletzten Gefäß ins umliegende Körpergewebe aus und verursacht die charakteristische Verfärbung. Meist werden Blutergüsse von Schwellungen und Schmerzen begleitet.

Hämatome, wie diese Blutergüsse in der medizinischen Fachsprache heißen, sind häufig harmlos und heilen innerhalb von etwa 14 Tagen wieder vollständig ab. Um Größe und Folgen des Hämatoms möglichst gering zu halten, empfehlen Experten:

    • Kühlen: Durch Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, weniger Blut tritt ins Gewebe aus.
    • Ruhen: Nach einem heftigen Zusammenstoß mit Tischbein oder Bettkante am besten die Beine hochlegen und weitere Bewegung vermeiden.
    • Cremen: Bewährt haben sich zum Beispiel Salben mit Arnika oder Arnikaumschläge, die abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.


Sehr große Blutergüsse oder solche, die nicht „termingerecht“ abheilen oder stark schmerzen, sollten Sie immer ernst nehmen und den Arzt aufsuchen. Ein Grund: Ausgedehnte Blutergüsse in Armen und Beinen können die Durchblutung so beeinträchtigen, dass Nerven und Muskeln absterben. Nach einer schweren Stoßverletzung am Kopf sollte man immer zum Arzt gehen.

Aufmerksam werden sollten Betroffene auch, wenn sie ohne ersichtlichen Grund von Blutergüssen geplagt werden. Dann ist ein Besuch beim Arzt ratsam, damit dieser eine Blutgerinnungsstörung ausschließen kann.

Mehr über dieses Thema lesen sie im Ratgeber aus Ihrer Apotheke / Ausgabe 5 B/2005 (15. Mai 2005)


Stress lass nach

Mit der BALSAM-Methode leicht möglich
(2.243 Zeichen)

(dgk) Wie bei wachsendem Tempo und Leistungsdruck im Alltag Spannkraft und Freude an der Arbeit erhalten bleiben können – diese Frage wird für viele Menschen immer brennender. Schließlich wollen wir nicht riskieren, dass wir uns ständig belastet fühlen. Doch manches Mal scheitert die Stressbewältigung – am Stress selbst. Dann bleibt viel zu wenig Zeit, und die Anspannung ist einfach zu hoch, um sich einem aufwändigen Entspannungsverfahren zuzuwenden.

Der Stressforscher Dr. Dietmar Pfennighaus (Diplom-Pädagoge, Diplom-Supervisor und Theologe) hat in langjährigen Forschungen und Praxiserfahrungen in Seminaren ein Entspannungsprogramm entwickelt, dass auch an einem voll gepackten Tag für Erleichterung sorgen kann. Dafür wurden Ideen zusammengestellt, wie man im Tagesablauf einige Momente zu sich kommen kann, um sich wohltuend wieder selbst zu spüren, eine Kleinigkeit zu genießen oder eine etwas lockere Perspektive zu gewinnen. Dabei sind die bewährtesten Entspannungsverfahren so vereinfacht, dass das Einflechten in den Alltag spielerisch leicht möglich ist. Das Wort BALSAM gibt diesem Programm den Rahmen und Namen. Deren sechs Buchstaben stehen für die Elemente Besinnen, Atmen, Lockern, Strecken, Aufschauen und Motiviert fortfahren.

Mit dem vor kurzem erschienen Ratgeber „Einfach entspannen – So fühlt sich das Leben leichter an“ (Gräfe-und-Unzer-Verlag) steht die bewährte Methode nun einem breiten Publikum zur Verfügung. Durch kurze Tests kann der Leser zunächst herausfinden, an welchen Punkten im Tagesablauf eine Portion Ausgeglichenheit am dringendsten einzubauen sind und welche Varianten am besten zu ihm passen. So entsteht ein ganz individueller Entspannungsfahrplan. Für 35 typische Alltagssituationen sind Entspannungsideen mit den BALSAM-Bausteinen zusammengestellt, durch die der Anspannungspegel herunter gefahren werden kann. Der Praxisteil bietet dazu Entspannungsideen von morgens bis abends. Dadurch werden sich unterschiedliche Tagesabschnitte verändern: Die ersten Schritte nach dem Aufstehen werden genussvoller genommen, längere Arbeitsphasen und schwierige Aufgaben lockerer bewältigt, lästige Gänge für eine kleine Entspannungsnische genutzt und das Abschalten nach der Arbeit erleichtert.

Gerade Menschen, die schon (fast) alle Arten von Entspannungsübungen ausprobiert haben und trotzdem nach kurzer Zeit wieder im Hamsterrad der Hektik rotieren, sollten die wissenschaftlich fundierte BALSAM-Methode probieren. Sie ist spielerisch leicht zu erlernen und eignet sich für Vielbeschäftigte, die die Entspannung am dringendsten brauchen.


Bärlauch: tödliche Verwechslungen möglich

Besser nicht auf die Nase verlasssen
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(dgk) Beim Sammeln von wild wachsendem Bärlauch (Allium ursinum) besteht die Gefahr einer Verwechslung mit giftigen Pflanzen. Darauf macht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin aufmerksam.

Schon früh wurde der Waldknoblauch in Nordeuropa als Heil- und Würzpflanze verwendet - angeblich, bevor man den Knoblauch kannte. Dann wurde er vergessen und erst in jüngster Zeit von Feinschmeckern wiederentdeckt. Bärlauch gehört wie die Küchenzwiebel, der Schnittlauch und auch der Knoblauch zur Familie der Liliengewächse. Ähnlich positive Ei-genschaften wie diese soll er für die Gesundheit haben.
Obwohl der knoblauchähnliche Geruch ein typisches Kennzeichen des Bärlauchs sei, werde die Pflanze von Sammlern immer wieder mit giftigen „Doppelgängern“ wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechselt. Solche Verwechslungen führen regelmäßig zu Vergiftungen.

Eine Vergiftung mit den Glykosiden der Maiglöckchen führt zu Durchfällen, Erbrechen und gelegentlich Herzrhythmusstörungen. Die in den Herbstzeitlosen enthaltene Substanz Colchicin ist ein starkes Zellgift, das bei schweren Vergiftungen zum gleichzeitigen Versagen verschiedener Organe und nach 30 bis 48 Stunden zum Tod führen kann.

Um Bärlauch von ähnlich aussehenden Pflanzen zu unterscheiden, wird meist der Riechtest empfohlen. Der charakteristische Knoblauchduft der Bärlauch-Blätter ist so intensiv, dass er sich beim Pflücken der Blätter sofort auf die Finger überträgt. Tritt beim Zerreiben des Blattes zwischen den Fingern nicht der typische Geruch auf, sollte das Kraut lieber stehen gelassen werden. Und die Hände müssen sofort gründlich gereinigt werden. Aber auch die Geruchsprobe hat Tücken: Wenn zum Beispiel der Lauchgeruch von einem vorangegangenen Test noch an den Händen haftet.

Äußerlich gelten folgenden Unterscheidungsmerkmale: Bärlauch-Blätter treiben einzeln aus dem Boden und sind deutlich in eine Blattfläche und einen dünnen Blattstiel gegliedert. Bei der Herbstzeitlosen sehen die Blätter ganz anders aus: Sie sind schmal länglich-lanzettlich und sitzen ohne Blattstiel am im Boden bleibenden Stängel. Die Blätter treiben in Büscheln aus dem Erdboden aus, wobei die jüngeren von den älteren umgriffen werden. Das Maiglöckchen treibt seine Blätter etwas später aus, und diese meist paarweise, wobei das ältere das jüngere Blatt umgreift. Es können aber auch nur einzeln stehende Blätter zu sehen sein.

Das Deutsche Grüne Kreuz rät, im Zweifelsfall besser auf den Verzehr zu verzichten oder Bärlauch zu kaufen. Er wird heute in der „Saison“ breit auf Wochenmärkten und auch im Supermarkt angeboten. Wer seinen Bärlauch aber nicht kaufen möchte, kann die Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten selbst anbauen. Die Pflanze bevorzugt einen einfachen, lehm- und leicht kalkhaltigen Boden. Er liebt auf gar keinen Fall zuviel Sonne! Am liebsten hat er es schattig – unter Bäumen, an Hecken, hinter Mauern – mit nur wenig Sonne, die durch Blattwerk gefiltert wird. Wichtig ist eine gewisse Grundfeuchte im Frühjahr, die man eventuell auch selbst erzeugen kann.


MELDUNGEN

Der rundum-zahngesund-Tipp:

Zahnpaste ausspucken ist besser als gründlich ausspülen

Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.
(904 Zeichen)

Rundum Zahngesund(dgk) Zähne putzen morgens und abends ist heute bei den meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Und eine fluoridhaltige Zahnpaste ist in nahezu jedem Haushalt zu finden. Doch wenden Sie die Zahnpaste auch effektiv an? Die meisten Menschen spülen den Mund nach dem Zähneputzen gründlich mit Wasser aus. Besser ist es, dies vorher zu tun und die Zahnpaste nach dem Putzen nur auszuspucken oder so wenig wie möglich zu spülen.

Auf diese Weise kann das in der Zahnpaste enthaltene Fluorid länger auf die Zähne wirken. Fluoride hemmen das Bakterienwachstum im Mund und damit auch die Entstehung von Plaque (Zahnbelag, Biofilm) – dem Verursacher von Karies und Parodontitis. Fluoride härten die Zähne und machen sie unempfindlicher gegen Säureangriffe. Zudem können sie bei einer beginnenden Karies aus dem Zahn ausgelöste Mineralien wieder ersetzen und so den löchrigen Zahnschmelz oft wieder schließen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.rundum-zahngesund.de, der Homepage der Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.


Rechnet sich der Kauf einer neuen Waschmaschine?

Waschrechner hilft bei der Entscheidung
(707 Zeichen)

(dgk) Mit einer neuen Waschmaschine können durch reduzierten Wasser- und Energieverbrauch die Haushaltskosten für das Waschen gemindert werden. Allein die Wasserkosten schlagen beim Wäschewaschen mit einem Drittel an den Gesamtkosten für das Waschen zu Buche. Je nach tatsächlichem Alter der Waschmaschine und den jeweiligen Nutzungsgewohnheiten können erhebliche Unterschiede bestehen. Bei der Frage, ob sich die Neuanschaffung einer Waschmaschine lohnt, hilft ein Waschrechner, der vom Fachbereich Haushaltstechnik an der Universität Bonn entwickelt wurde. Hier kann über die Eingabe individueller Nutzungsgewohnheiten und das Baujahr der verwendeten Waschmaschine ein schneller Überblick zu den entstehenden Kosten berechnet werden.

Adresse: www.aktionstag-nachhaltiges-waschen.de, Menüpunkt Waschrechner.


Arbeit macht krank: Hektik, Stress und Rückenschmerzen

(1.552 Zeichen)

(dgk) Psychische Belastungen am Arbeitsplatz stellen für viele erhebliche Probleme dar. Fast jeder Dritte leidet stark unter Hektik, Zeit- und Termindruck. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitte April in Bonn veröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), bei der in den Jahren 1999 bis 2003 30.000 Arbeitnehmer in mehr als 150 Betrieben befragt wurden.

Mehr als jeder Vierte erlebe das geforderte Arbeitstempo und den Leistungsdruck, dem er sich am Arbeitsplatz ausgesetzt sehe, sogar als sehr belastend. Bei den körperlichen Beschwerden dominieren Muskel- und Skeletterkrankungen. Fast jeder Zweite (47 Prozent) leidet häufig unter Rückenschmerzen.

Besorgnis erregend sei, dass dies auch bereits für ein Drittel der Befragten unter 20 Jahren gelte, hieß es in der Studie weiter. Ein erheblicher Teil der Befragten klage über Befindlichkeitsstörungen. Fast jeder Dritte leide häufig unter Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Auch Stresssymptome wie Nervosität, Unruhe und Reizbarkeit seien weit verbreitet. Die zehn häufigsten gesundheitlichen Probleme wurden von mindestens jedem zweiten Befragten in Zu-sammenhang mit dem Arbeitsplatz gebracht. Besonders bei Stresssymptomen, Befindlichkeitsstörungen und Beschwerden an Muskeln oder Knochen spielen aus Sicht der Befragten arbeitsbedingte Einflüsse häufig eine Rolle. Im produzierenden Gewerbe fühlt sich mehr als jeder Fünfte durch schwere körperliche Arbeit stark belastet.

Bei den von den Betroffenen vorgeschlagenen Verbesserungen am Arbeitsplatz spielt das Verhältnis zum Vorgesetzten eine zentrale Rolle. Mehr als jeder Dritte wünscht sich „mehr Einsatz vom Vorgesetzten für die Mitarbeiter“. 20 Prozent halten klärende Gespräche mit den Vorgesetzten für sinnvoll und wünschen sich ein anderes Vorgesetztenverhalten.

Quelle: Christian Vetter, Alexander Redmann: Arbeit und Gesundheit – Ergebnisse aus Mitarbeiterbe-fragungen in mehr als 150 Betrieben; WIdO-Materialie Bd. 52, Bonn 2005; ISBN 3-922093-36-1


Brustkrebs-Hotline

(401 Zeichen)

Brustkrebs - vorbeugen, früh erkennen, früh behandeln(dgk) Brustkrebs: Wie wichtig ist Früherkennung? Wie kann ich vorbeugen? Was passiert, wenn ein Tumor erkannt wurde? Welche Heilungschancen gibt es? Welche neue Therapiemöglichkeiten? Was passiert beim Mammographie- Screening?

Nutzen Sie für Ihre Fragen die telefonische Sprechstunde im DGK zum normalen Tarif Ihres Telefonanbieters.

Die Brustkrebs-Hotline erreichen Sie vom 20. April bis 25. Mai 2005
jeden Mittwoch
von 16 bis 20 Uhr
unter der Rufnummer
0 64 21 / 293 – 195.


TERMINE

Hörtour 2005 – Erlebnis Hören unterwegs

Das Hören-Mobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören besucht 45 deutsche Städte
(1.514 Zeichen)

(dgk) Wie gut ist mein Gehör? Ab welcher Lautstärke führen Geräusche zu bleibenden Hör-schäden? Wie sieht mein Gehörgang und das Trommelfell aus? Wen all das interessiert, sollte sich das Hören-Mobil nicht entgehen lassen.

Bereits zum fünften Mal ist der zur mobilen Hörtestkabine umgebaute Truck in diesem Jahr bundesweit unterwegs. Er rollt vom 30. Mai bis 26. August quer durch Deutschland und macht in 45 Städten Halt. Kooperationspartner sind auch in diesem Jahr das Deutsche Grüne Kreuz e.V., der Deutsche Berufsverband der HNO-Ärzte und das Forum Besser Hören.

An Bord des Hören-Mobils führen örtliche Aktionspartner (Hörgeräte-Akustiker) kostenlose Hörtests durch und stehen als Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Hören zur Verfügung. Mit Hilfe eines so genannten Video-Otoskops können sich die Besucher in die Ohren schauen lassen und ihren Gehörgang sowie ihr Trommelfell auf einem Monitor betrachten. Wer seinen eigenen Walk- oder Diskman mitbringt, kann mit Hilfe eines Testgerätes messen lassen, mit welcher Lautstärke die Musik aus den Kopfhörern kommt. Interessierte erwartet am Hören-Mobil außerdem ein Hörquiz mit bundesweiter Verlosung von attraktiven Preisen.

Nach einer Studie der Universität Witten/Herdecke gibt es in Deutschland zur Zeit rund 14 Millionen Schwerhörige. Noch immer erleiden zu viele Jugendliche und Erwachsene in Beruf und Freizeit – häufig aus Unachtsamkeit – bleibende Hörschäden. Wer sich also rund ums „Hören“ informieren möchte, der sollte die Hörtour 2005 besuchen.

Den Tourplan und weitere Informationen zur FGH-Hörtour 2005 gibt es im Internet unter www.hoertour.de oder bei der Pressestelle Fördergemeinschaft Gutes Hören, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg. Tel: 0 64 21 / 2 93 6 – 0,
Fax: 0 64 21 / 2 93 6 – 60, E-Mail: fgh(à)kilian.de


Aktion „Kopf – Schmerz – Frei“

Infomobil zum Thema Kopfschmerz
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(dgk) Die einen verkriechen sich im verdunkelten Schlafzimmer, die anderen versuchen ihren Kopfschmerz mit Tabletten in den Griff zu bekommen, wieder andere treiben Sport. Doch was hilft bei Kopfschmerzen oder Migräne wirklich? Antwort auf diese Frage gibt das Kopfschmerz-Infomobil, vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK).

Unterstützt wird die mobile Beratungsaktion von der Migräneliga Deutschland e. V., der Stiftung Kopfschmerz und Thomapyrin. Neben Informationen zur Kopfschmerztherapie und Anleitungen zur Selbsthilfe werden den Besuchern auf unterhaltsame und spielerische Art und Weise Möglichkeiten zur aktiven Schmerzbekämpfung vorgestellt.

Kopfschmerz ist eine Volkskrankheit, jeder hat sie ab und zu, viele leiden sogar dauerhaft darunter. Am häufigsten sind Migräne und Spannungskopfschmerzen. Als Auslöser kommen Stress, Muskelverspannungen aber auch die Ernährung in Frage. Welche Medikamente bei Kopfschmerzen helfen, hat die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in ihren Empfehlungen zusammengefasst. Danach haben sich Kombinationspräparate bewährt, die mehrere schmerzlindernde Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein enthalten. Die Einnahme von Medikamenten sollte kontrolliert erfolgen. Wer zu viele Schmerztabletten zu oft nimmt, kann sich langfristig neue Kopfschmerz-Probleme einhandeln.

In folgenden Städten macht das Infomobil von 10 bis 17 Uhr Station:

09. Mai

Dresden

Wilsdrufferstraße/Ecke Schloßstraße

10. Mai

Weimar

Goetheplatz Nordseite

11. Mai

Kassel

Obere Königstraße gegenüber Opernplatz

12. Mai

Münster

Harsewinkelgasse/Windhorststraße

13. Mai

Köln

Fußgängerzone Breite Straße

 


Sind Sie fit für den Sommer?

Das Sonnenmobil fährt durch Deutschland
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Sonneschutz: UV-Mobil(dgk) Ob Sie körperlich fit für die nächste Badesaison sind, müssen Sie selbst entscheiden. Aber ob Ihre Haut fit ist für die sommerlichen Strahlen, können Sie am Sonnenmobil des Deutschen Grünen Kreuzes e.V. (DGK) und der Dermokosmetischen Marke Eau Thermale Avène erfahren.

Hier können Sie nicht nur untersuchen lassen, welcher Hauttyp Sie sind und welche Eigenschutzzeit Ihre Haut hat, sondern auch, welcher Sonnenschutzfaktor für Sie der richtige ist. Denn trotz allen Genusses, den die Sonne bietet: Ihre UV-Strahlen können der Haut auch Schaden zufügen. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling einige Regeln zu beachten:

    • Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne. Die Länge des Sonnenbades sollte dem Hauttyp angepasst sein.
    • Übrigens: Vorbräunen im Solarium bringt unter präventiven Gesichtspunkten betrachtet keine Vorteile, besser ist es, die Haut einfach langsam an die Sonne zu gewöhnen.
    • Benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit hohem UVA- und UVB-Breitbandschutz.
    • Sonnencreme sollte nach dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ 20 Minuten vor dem Sonnenbad reichlich auf alle unbekleideten Hautpartien aufgetragen werden.
    • Auch gebräunte Haut muss weiterhin geschützt werden, um beispielsweise „Altersflecken“ und vorzeitiger Hautalterung vorzubeugen.


Wenn Sie mehr über Ihre Haut, Sonnenschutz und Krebsprävention erfahren möchten, besuchen Sie doch das Sonnenmobil!

Tourplan


Berlin

21. Juni

Kurfürstendamm/Ecke Rankestr.

Leipzig

22. Juni

Kleiner Willy-Brandt-Platz

Dresden

23. Juni

Altmarkt

Kassel

24. Juni

Nördlicher Friedrichsplatz

Köln

27. Juni

Breite Str. / Karstadt

Düsseldorf

28. Juni

Schadowstr. Tuchtinsel

Hamburg

29. Juni

Lange Mühren (Saturn)

Mainz

04. Juli

Gutenbergplatz

Freiburg

05. Juli

Augustinerplatz

Konstanz

06. Juli

Augustinerplatz

München

07. Juli

Sendlinger Tor Platz

 


NEUES AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-ZENTRUM (DDZ)

Lipin-Überproduktion fördert Adipositas

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(dgk/DDZ) Vor einigen Jahren wurde ein körpereigenes Eiweiß entdeckt, dass offenbar eine wichtige Rolle bei der Fettspeicherung und -verbrennung spielt: das Protein Lipin. In Versuchen mit Mäusen konnten Wissenschaftler von der Universität in Kalifornien, USA, damals zeigen, dass ein Lipinmangel zu einer Störung der Fettverteilung mit Fettabbau vor allem an Armen, Beinen oder Gesicht, einer so genannten Lipodystrophie führen kann. In einer neuen Studie hat die gleiche Forschergruppe nun versucht herauszufinden, ob überhöhte Lipinspiegel umgekehrt eine Gewichtszunahme begünstigen.

Ihre Untersuchung führten die Wissenschaftler an Mäusen durch, bei denen in der Muskulatur oder im Fettgewebe aufgrund von Veränderungen im Erbmaterial – so genannte transgene Mäuse – überdurchschnittlich große Lipinmengen produziert werden. Nachdem sie mehr als sechs Wochen mit einer besonders fettreichen Nahrung gefüttert wurden, nahmen die Mäuse mit der Lipin-Überproduktion um durchschnittlich etwa 40 Prozent an Gewicht zu. In der Kontrollgruppe („normale“ Mäuse ohne Veränderung im Erbmaterial) erhöhte sich das Gewicht unter der gleichen fettreichen Ernährung hingegen „nur“ um zirka 20 Prozent. Der erhebliche Gewichtsanstieg bei den transgenen Mäusen spiegelte sich unter anderem in einer deutlichen Zunahme des Unterhautfettgewebes (subkutanes Fett) wider.

Die Mäuse mit Lipin-Überproduktion in der Muskulatur waren meist auch gleichzeitig von einer Insulinresistenz (= verminderte Ansprechbarkeit des Körpers auf das Hormon Insulin) betroffen. Eine verstärkte Lipinproduktion im Fettgewebe ging hingegen mit einer normalen Insulinempfindlichkeit einher. Außerdem zeigten die Wissenschaftler verschiedene Wege auf, die zu der Gewichtszunahme führten: Waren die Lipinspiegel schwerpunktmäßig in der Muskulatur erhöht, verbrannten die Versuchstiere weniger Kalorien. Hohe Lipinspiegel im Fettgewebe förderten schwerpunktmäßig die Fettspeicherung.

FAZIT: Das Gewicht wird ganz entscheidend durch die Ernährung und das Ausmaß der körperlichen Aktivität bestimmt. Das Lipin-Beispiel zeigt allerdings, dass es möglicherweise Konstellationen gibt, die eine Gewichtszunahme bis hin zur Adipositas begünstigen. Unterschiede bei den Lipinspiegeln könnten dafür verantwortlich sein, dass manch einer besonders „anfällig“ ist für eine Gewichtszunahme, während andere bei der gleichen Menge aufgenommener Kalorien nicht so schnell überflüssige Pfunde ansetzen.

(Dr. med. Anja Lütke, freie Mitarbeiterin der Deutschen Diabetes-Klinik des Deutschen Diabetes-Zentrums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Leibniz-Zentrum für Diabetes-Forschung)

Quelle:
Phan J, Reue K. Lipin, a lipodystrophy and obesity gene. Cell Metabolism 2005; 1; 73-83


Informationen finden Sie im Internet unter www.diabetes-deutschland.de

Für Rückfragen zu dieser Presseinformation wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. med. Werner A. Scherbaum
Deutsches Diabetes-Zentrum / Deutsche Diabetes-Klinik
Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität
Auf’m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf

Telefon: 02 11 / 33 82 – 2 00, Fax: 02 11 / 33 69 103


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