DGK e.V. -Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), Jahrgang 43, Ausgabe 4 - 2002 Themen: Sport, Uv-Strahlung, Sonne, Altern in Würde, UV-Strahlung, Keuchhusten, Brustkrebs, Heuschnupfen, Diabetes, DDFI, Frühjahsrmüdigkeit, ADC Augendiagnostik, Schw
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Deutsches Grünes Kreuz, Sport, Uv-Strahlung, Sonne, Altern in Würde, UV-Strahlung, Keuchhusten, Brustkrebs, Heuschnupfen, Diabetes, DDFI, Frühjahsrmüdigkeit, ADC Augendiagnostik, Schwangerschaft, Bluthochdruck
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Pressedienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz
dgk, Jg. 43, 4 - 2002

Outdoor-Sportler aufgepasst - die UV-Intensität nimmt wieder zu (1.734 Zeichen)

(dgk) Allmählich werden Fahrräder, Inliner, Paddel und Laufschuhe aus ihren Winterquartieren befreit, die Besitzer warten ungeduldig auf sonnige Zeiten. Doch Vorsicht - die Intensität der UV-Strahlung nimmt seit Jahren stetig zu; nicht nur jahreszeitlich bedingt, sondern generell. Deshalb und weil es eine Mär ist, dass Bräune nur hält wenn sie über "rot" ging, hier ein paar Tipps, wie sich auch exzessive Sonnensportler ihre Hautgesundheit bewahren.

  • Die ersten sonnigen Tage nicht unterschätzen: Jetzt die Haut noch mit hohen Faktoren schützen.
  • Kinder dabei? Die 3H's gehören mit: Hemdchen, Hut und Höschen. Beim Eincremen Stirn, Nase, Nacken, Ohren und Füßchen nicht vergessen.
  • Rothaarige und blonde Menschen: Vorsicht! Sie haben eine besonders niedrige Eigenschutzzeit von nur fünf bis zehn Minuten, die sich auch im Laufe des Sommers kaum verändert. Das bedeutet für einen gut dreistündigen Ausflug Faktor 30 mindestens. Der UVA-Faktor sollte auf dem Produkt ausgewiesen sein.
  • 3 mal 20 gleich 60? Falsch! Wer eingecremt das Zeitmaximum ausgereizt hat, kann auch durch Nachcremen den Schutz nicht verlängern. Mehrmaliger Auftrag muss sein, er dient aber zur Aufrechterhaltung des Schutzes, nicht zu seiner Verlängerung.
  • Wasserfeste Produkte: Auch wasser- und schweißfeste Sonnenschutzprodukte müssen gelegentlich neu aufgetragen werden. Die Schutzschicht wird sonst aufgrund des mechanischen Abriebs durch Sand, Kleidung oder Handtuch dünner und damit löchrig.
  • Bei Neigung zu "Sonnenallergie" oder Lichtdermatose: Produkt mit besonders hohem UVA-Absorptionsvermögen auf Gel- oder Cremebasis verwenden (Faktor 45, aus der Apotheke). So lassen sich die lästigen Bläschen sicher vermeiden.

Jetzt kann der Frühling kommen...


Das große Gähnen (3.554 Zeichen)

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, kann aber chronisch werden

(dgk) Während sich draußen der Frühling bemerkbar macht und die Natur zu neuem Leben erwacht, herrscht bei den Menschen allerorts das große Gähnen. So manchen befällt die Müdigkeit pünktlich zum Frühlingsanfang am 20. März. Je nach Witterungslage kann das alljährlich wiederkehrende Phänomen aber auch erst Mitte April auftreten. Unterschiedlich ist ebenso die Dauer dieser Phase des Abgeschlagenseins.

Zwischen den Monaten März und Mai sind 54 Prozent der deutschen Männer und sogar 60 Prozent der Frauen von der so genannten Frühjahrsmüdigkeit betroffen. Viele Menschen leiden unter Kreislaufbeschwerden, Unlustgefühl, starken Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit und Leistungsschwächen. Sie sind unkonzentriert, gereizt oder depressiv und klagen über Kopfschmerzen.

Frühjahrsmüdigkeit ist zwar keine Krankheit, jedoch auch keine Einbildung der Betroffenen. Es ist Tatsache, dass unserem Körper die Wettereinflüsse zu schaffen machen, die mit dem Wechsel der Jahreszeiten einhergehen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Lichtmenge. Eine Studie der Georgetown University in Washington beweist, dass ein zu niedriger Serotonin- und Dopaminspiegel (Botenstoffe im Gehirn für Stimmungsregulierung) eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit ist. Der "Gute-Laune-Botenstoff" Serotonin, dessen Speicher nach einem langen dunklen Winter relativ leer ist, wird im Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt. Erforderlich dafür ist das Tageslicht, das den Hypothalamus, eine Hormondrüse im Hirn, aktiviert. Mit der Steigerung des Serotonins drosselt der Körper gleichzeitig die Produktion von Melatonin, das für Ruhe und Schlaf zuständig ist. Weil dies alles nicht geregelt abläuft, gerät das System völlig durcheinander. Die Folge davon ist ein Kampf der Hormone. Mal überwiegt das Serotonin, mal das Melatonin - deshalb fordert der Körper zu den unpassendsten Zeiten eine Verschnaufpause.

Zudem spielen auch die im Frühjahr typischen Temperaturwechsel eine Rolle. Diese haben nämlich einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem: Bei warmen Wetter kann es zu einer schnellen Weitstellung der Blutgefäße kommen. Diese Weitstellung sorgt dafür, dass der Blutdruck "in den Keller absackt", was sich in den typischen Symptomen der Frühjahrsmüdigkeit zeigt.

Eine weitere Ursache für die Frühjahrsmüdigkeit liegt in der kürzeren Schlafdauer. Der Bio-Rhythmus des Menschen passt sich im Frühjahr nur langsam den veränderten Tages- und Nachtzeiten an. Als kleiner Trick hat sich bewährt, das Schlafzimmer abzudunkeln.
Das beste Motto: Rege statt träge. Gegen schlaffe Glieder und Haut hilft viel Bewegung an der frischen Luft. Auch morgendliches Wechselduschen bringt den Kreislauf in Schwung. Eine vitaminreiche, leichte Ernährung beugt der Frühjahrsmüdigkeit vor. Der Körper braucht im Frühjahr besonders viele Vitamine und Mineralstoffe, wie Salate, Obst und Gemüse, um wieder leistungsfähig zu werden.

Allerdings kann auch eine Schilddrüsen-Unterfunktion an der Trägheit schuld sein. Mit jodreicher Kost wie zum Beispiel Meeresfisch kann man dem aber entgegenwirken. Wenn allerdings der "Frühjahrsschlappe" trotz gesunder Kost und viel "Sonne-Tanken" immer noch nicht beizukommen ist, sollte man sich untersuchen lassen. Ärzte einer renommierten Privatklinik im Schwarzwald haben festgestellt, dass eine intensive und partout über Wochen nicht weichende Frühjahrsmüdigkeit auch ein Warnsignal sein kann, das auf ein Erschöpfungssyndrom oder gar auf ein beginnendes chronisches Müdigkeitssyndrom hinweist.


Erfolgreicher Auftakt für die Initiative 'Altern in Würde' (2.815 Zeichen)

(dgk) "Altern an sich ist ja kein Problem, es geht aber darum, in Würde alt werden zu dürfen." Mit diesen Worten eröffnete die als Else Kling aus der Fernsehserie "Die Lindenstraße" bekannte Schauspielerin Annemarie Wendl die Auftaktveranstaltung der Initiative "Altern in Würde" im März in Seefeld/Tirol. Die rüstige 80-Jährige ist selbst das beste Beispiel, dass man auch im hohen Alter noch sehr aktiv und geistig rege sein kann.

Für mehr als 1,2 Millionen Bundesbürger sieht die Welt allerdings weniger erfreulich aus. Sie leiden an einer fortschreitenden Demenzerkrankung, die bei über 90 Prozent der Betroffenen mit für die Pflegepersonen stark belastenden Verhaltensauffälligkeiten verbunden ist. Dr. Günter Niklewski, Leitender Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg-Nord, wies darauf hin, dass sich die schwerwiegenden Wesensveränderungen und Verhaltensstörungen teilweise dramatisch auf das Zusammenleben in der Familie auswirken. Misstrauen, spontane Wutausbrüche, unbegründete Beschuldigungen, lautes Schreien oder Schimpfen seitens eines geliebten Menschen belasten die pflegenden Angehörigen zusätzlich zu den erheblichen körperlichen Anstrengungen, die die Betreuung mit sich bringt.

Bisher wurden solche Patienten meist medikamentös "ruhig gestellt". Verbessern ließen sich die Symptome der Krankheit damit nicht, im Gegenteil: Manche Medikamente beschleunigten sogar den geistigen Verfall. Seit kurzem aber gäbe es mit dem atypischen Neuroleptikum Risperidon einen Wirkstoff, der speziell für die Behandlung der Verhaltensstörungen zugelassen ist, berichtete Niklewski. In wissenschaftlichen Untersuchungen hätten Patienten deutlich von Risperidon profitiert. Der Schlaf-Wach-Rhythmus normalisiere sich, das aggressive Verhalten lasse nach, die Betroffenen wären insgesamt weniger unruhig, blieben aber tagsüber wach und aufnahmefähig. Ein Altern in Würde sei damit auch bei Demenz wieder in den Bereich des Möglichen gerückt.

Trotz dieses Fortschritts sei es zudem wichtig, Demenzerkrankungen früher als bisher zu erkennen und nicht-medikamentöse Therapieverfahren hinzuzuziehen, so Niklewski. "Je früher wir mit einer Behandlung beginnen können, umso länger können wir den Verfall hinauszögern und seine quälenden Begleiterscheinungen, also die Verhaltensstörungen, abmildern. Ganz aufhalten lässt sich die Demenz leider auch mit den besten Mitteln heute immer noch nicht."

Mehr Informationen zum Thema enthält die neue Website www.altern-in-wuerde.de sowie die Broschüre "Verwirrt, verschroben, abgeschoben? - Ein kleiner Ratgeber für Angehörige von Demenz-Patienten". Sie kann gegen Einsendung eines mit 0,77 € frankierten DIN-A5-Rückumschlags angefordert werden bei
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
Stichwort: Demenz-Broschüre
Postfach 1207
35002 Marburg


'100-Tage-Husten': Jugendliche und Erwachsene zunehmend von Keuchhusten betroffen (2.555 Zeichen)

(dgk) Die Chinesen nennen ihn treffend "100-Tage-Husten". Ob es tatsächlich hundert Tage sind, sei dahingestellt, aber acht Wochen kann eine Keuchhusten- Erkrankung durchaus dauern. Auch ist Keuchhusten keineswegs eine harmlose Kinderkrankheit: Nach Schätzungen sterben weltweit über 300.000 Menschen an der Infektion.

Während bislang vor allem Säuglinge und Kinder von Keuchhusten betroffen waren, werden jetzt zunehmend Erkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen verzeichnet. Untersuchungen in einigen Bundesländern zeigen, dass neben der insgesamt gestiegenen Erkrankungshäufigkeit der Anteil bei über Zehnjährigen erschreckend zugenommen hat. Waren es vor 1990 nur wenige Prozent, stieg der Anteil der erkrankten Jugendlichen und Erwachsenen inzwischen auf über 60 Prozent an. Untersuchungen aus den USA zeigen den gleichen Besorgnis erregenden Trend.

Bordetella pertussis - das Keuchhustenbakterium - verursacht Hustenattacken, die besonders nachts und bei Anstrengung oder Aufregung auftreten. Bis zu 30 Anfälle quälen die Betroffenen pro Tag. Den Hustenanfällen folgt ziehendes Einatmen, Schleim wird hervorgewürgt und viele Patienten müssen dabei erbrechen. Diese Krankheitserscheinungen sind bei Kindern typisch. Für Säuglinge kann Keuchhusten lebensbedrohlich werden, da ihre Atmung aussetzen kann und sie ersticken. Bei Jugendlichen und Erwachsenen wird die richtige Diagnose oft nicht gestellt, weil die Krankheitszeichen meist nicht so ausgeprägt sind wie bei Kindern. Chronischer Husten ohne die typischen Hustenanfälle oder Atemnot bringen weder Arzt noch Patienten auf die richtige Spur. Generell leiden die Betroffenen unter verminderter Leistungsfähigkeit: Schulausfall, Ein-schränkungen in Beruf und Freizeit sind die Folge. Außerdem besteht immer das Risiko der Ansteckung von Mitschülern, Kollegen und Familienmitgliedern.

An Keuchhusten kann man mehrmals erkranken, denn das Abwehrsystem vergisst mit der Zeit, gegen den "Feind" Keuchhustenbakterium Abwehrstoffe, Antikörper, zu bilden. Auch nach einer Impfung hält die Schutz nicht ewig - maximal zwölf Jahre. Aus diesem Grunde ist es wichtig, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene Auffrischimpfung bei 9- bis 17-Jährigen durchzuführen. So wird der Schutz des Einzelnen erreicht und zudem die Übertragung der Erreger auf die gefährdeten Säuglinge und Kleinkinder eingedämmt.

Kombinationsimpfstoffe erleichtern dabei das Vorgehen, weil gleichzeitig die anderen anstehenden Auffrischungen gegen Polio, Tetanus und Diphtherie vorgenommen werden können.


'Schau mir genauer in die Augen, Doktor!' (1.495 Zeichen)

Pressekonferenz des DGK zu neuen Augendiagnostikcentren am 19. April

(dgk) Je früher eine chronische Augenerkrankung wie der Grüne Star (Glaukom) entdeckt wird, umso schneller lässt sie sich angemessen behandeln und schwere Schäden wie Erblindung erfolgreich vermeiden. Das ist keine neue Erkenntnis, aber erst jetzt entstehen überall in Deutschland hochmoderne Augendiagnostikcentren (ADC). Deren fortschrittliche technische Ausstattung, die sich sonst nur Spezialkliniken leisten können, erlaubt es nun auch dem niedergelassenen Augenarzt, mit innovativen diagnostischen Messgeräten und -verfahren die Früherkennung und Behandlung solcher Augenkrankheiten zu optimieren. Für Patient und Arzt bedeutet dies eine deutlich erhöhte Sicherheit und bessere Therapieergebnisse.

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) lädt daher am Freitag, 19. April, ab 11 Uhr zur Pressekonferenz "Schau mir genauer in die Augen, Doktor!" nach Bonn in das Augendiagnostikcentrum Bonn/Rhein-Sieg ein. Am Glaukom wird exemplarisch dargestellt, welche Vorteile Patienten von einer fortschrittlichen Diagnostik in Verbindung mit aktuellen Therapiemethoden erwarten dürfen. Das DGK unterstützt damit die Selbsthilfeorganisation Initiative Glaukom e.V. bei der Information der Bevölkerung speziell über das Krankheitsbild Glaukom.

Nähere Informationen unter www.dgk.de unter der Rubrik "Veranstaltungen".
Für Rückfragen und Anmeldungen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Ingolf Dürr, 0 64 21 / 293 - 174, ingolf.duerr(à)kilian.de oder
Roswitha Luchter, 0 64 21 / 293 - 150,


Auch im Schnee Sonnenbrille tragen (979 Zeichen)

(dgk) Osterzeit ist Reisezeit: Bei schönem Wetter sollten in den Frühjahrsmonaten aber nicht nur Skifahrer in den Bergen, sondern auch Autofahrer eine Sonnenbrille tragen. Besonders bei Schnee und gleichzeitig starker Frühjahrssonne besteht sonst das Risiko einer so genannten Schneeblindheit. Die durch den Schnee stark erhöhte Lichtreflexion kann die Netzhaut ausbleichen. Dadurch wird die Umstellung der Augen von hell auf dunkel erschwert und die Sehkraft gemindert. Vor allem im Gebirge ist eine hochwertige Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz ein Muss, da dort die ultraviolette Strahlung um ein Vielfaches höher ist. Schmerzhafte Folgen der brillenlosen Fahrt sind Lidkrämpfe, Tränenfluss und gerötete Bindehäute, im schlimmsten Fall kann die Hornhaut des Auges geschädigt werden. Außerdem: Wer ständig in die Sonne blinzelt, riskiert Falten. Eine Brille mit UV-Schutz-Gläsern schützt auch vor Krähenfüßen, die durch häufiges Zusammenkneifen der Augen entstehen.


AUS WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG: Nachtschicht steigert Brustkrebsrisiko um 50 Prozent (868 Zeichen)

(dgk) Wer nachts häufig arbeiten gehen muss, riskiert, schneller und eher als andere an Brustkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Institute of Cancer Epidemiology der Danish Cancer Society. Ausreichend für eine Risikosteigerung sei eine Periode von sechs Monaten hauptsächlichen Nachtarbeitens während des Arbeitslebens. Für die Studie wurden die Daten von 7.035 dänischen Frauen zwischen 30 und 54 Jahren ausgewertet. Zurückgehend bis in das Jahr 1964 rekonstruierten die Wissenschaftler die Arbeitschronik der einzelnen Teilnehmerinnen. Zusätzlich wurden Risikofaktoren wie Alkoholkonsum und Alter bei der Geburt des ersten und letzten Kindes berücksichtigt. Frauen, die wenigstens sechs Monate vor allem in der Nacht gearbeitet hatten, litten deutlich häufiger unter Brustkrebs. Längere Perioden der Nachtarbeit steigerten das Risiko weiter.


Heuschnupfen: Pille statt Spritze (1.063 Zeichen)

(dgk) Naselaufen, Niesreiz, Augentränen, Augenrötung und Juckreiz an Augen und Nase: Experten gehen davon aus, dass 15 Prozent der Bevölkerung unter "Heuschnupfen" leiden. Die große Gefahr liegt in der Entwicklung eines Asthmas. Mit verschiedenen Antiallergika stehen Medikamente zur Verfügung, mit denen sich die Symptome oft ausreichend unterdrücken lassen. Eine spezifische Immuntherapie mit Spritzen, die so genannte Hyposensibilisierung, ist aber derzeit die einzige Behandlung, mit der Patienten dauerhaft unempfindlich gegen Allergen werden können.

Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Heuschnupfen (Graspollenallergie) will nun die Hautklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM) erforschen. Die Behandlung, bei der Allergene in Form von Tropfen oder Tabletten verabreicht werden, soll die regelmäßigen Spritzen ersetzen, berichtete die Universität Münster. Die Forscher wollen untersuchen, ob die neue Methode der Hyposensibilisierung ähnlich gut auf das Immunsystem wirkt wie die herkömmliche Methode mittels Injektionen.


Das Salz in der Suppe (1.492 Zeichen)

Neue Erkenntnisse zur Behandlung von Bluthochdruck

(dgk) Bluthochdruck gilt als eine der wichtigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Etwa 14 Millionen Deutsche leiden darunter. Hoher Blutdruck ist der Risikofaktor schlechthin für Herzinfarkt und Schlaganfall, der Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Auch chronisches Nierenversagen kann Folge eines zu hohen Blutdrucks sein. Mehrere Faktoren fördern seine Entstehung: Unter anderem sind dies Übergewicht, Blutfett-Störungen, Diabetes und ein zu hoher Salzkonsum.

Ist der Blutdruck erhöht, sollte der Patient besonders auf seine Ernährung achten. Eine salzarme und gesundheitsbewusste Kost kann den Blutdruck ebenso senken wie Medikamente. Dies ist das Ergebnis einer großen Studie aus den USA, die jetzt beim 26. Heidelberger Nephrologischen Seminar, veranstaltet von der Sektion Nephrologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und dem Reha-Zentrum für chronisch Nierenkranke, vorgestellt wurde.

Der empfohlene Wert für die tägliche Salzzufuhr liegt heute bei 5,8 Gramm. Wird dieser Wert noch unterschritten und mit einer Diät, die überwiegend Gemüse, Obst, aber wenig Fleisch, Zucker und Fett enthält, kombiniert, kann der Blutdruck weiter gesenkt werden - und zwar in demselben Ausmaß wie durch blutdrucksenkende Medikamente. Professor Martin Zeier, Medizinische Klinik Heidelberg, weist besonders darauf hin, wie wichtig die Kochsalzbeschränkung gerade bei Patienten mit Diabetes und einem chronischen Nierenversagen ist, die fast immer einen erhöhten Blutdruck haben.


NACHRICHTEN AUS DEM DEUTSCHEN DIABETES-FORSCHUNGSINSTITUT (DDFI):
Missbildungsrisiko in der Schwangerschaft (2.765 Zeichen)

Weltweit erste Studie zum Insulinpräparat Humalog

(dgk) Diabetes und Kinderwunsch sind keine Gegensätze, die sich ausschließen. Das Risiko einer Stoffwechselstörung für Kinder zuckerkranker Eltern liegt bei drei bis fünf Prozent. Trotz dieses recht geringen Prozentsatzes geht man bei Diabetikerinnen von einer Risikoschwangerschaft aus. Daher muss der Stoffwechsel für die Dauer der Schwangerschaft noch sorgfältiger kontrolliert werden als sonst. Je besser die Blutzuckereinstellung vor und während der Schwangerschaft, desto geringer ist das Risiko für Missbildungen und Fehlgeburten. Deshalb ist in der Regel eine intensivierte Insulintherapie erforderlich.

Das neue, rasch und lang andauernd wirksame Kunst-Insulin Humalog, das durch Modifikation des natürlichen Insulinmoleküls hergestellt wird, hat in der intensivierten Insulintherapie mittlerweile einen festen Platz eingenommen. Es bietet Diabetikern eine hohe Flexibilität im Alltag, da es direkt zum Essen gespritzt werden kann und Zwischenmahlzeiten entfallen können.

Bisher gab es keine Untersuchungen darüber, ob das Präparat zu einer erhöhten Anzahl von Missbildungen der Kinder führt oder ob Fehlgeburten oder andere Störungen in der Schwangerschaft gehäuft auftreten. Daher ist das Präparat bisher in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Grund für das Deutschen Diabetes- Forschungsinstitut in Düsseldorf, die weltweit erste Studie mit Diabetesspezialisten aus Deutschland und Österreich durchzuführen.

Dabei wurden 33 schwangere Humalog-Patientinnen mit 27 Frauen verglichen, die mit einem für die Schwangerschaft zugelassenen Insulin behandelt wurden. Ausgewertet wurden die Stoffwechseleinstellung der Diabetikerinnen, der Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes in den ersten zehn Lebenstagen.
Das Ergebnis: Das Risiko für Missbildungen oder Störungen der Schwangerschaft war unter den Humalog-Patientinnen in dieser Studie gegenüber der Gruppe mit regulärer Insulintherapie nicht erhöht. In der Humalog-Gruppe traten in 4 von 33 Fällen Missbildungen oder Schwangerschaftsstörungen auf, in der Kontrollgruppe in 1 von 27 Fällen.

Für junge Diabetikerinnen, die mit Humalog schwanger werden, ist dies zunächst eine gute Nachricht. Bevor allerdings eine mögliche Schädigung ungeborener Kinder durch Humalog sicher ausgeschlossen werden kann, müssen jetzt größer angelegte Beobachtungsstudien durchgeführt werden. Daher wird dringend empfohlen, dass Ärzte zunächst alle Fälle melden, in denen in der Schwangerschaft Insulinanaloga (Humalog /Lispro (r), Aspart/Novorapid(r) oder Glargin/Lantus(r)) zum Einsatz kamen.

Tipp: Mit einer ausgewogenen Ernährung fördern schwangere Diabetikerinnen ihre Gesundheit und die des heranwachsenden Babys.
Unter www.diabetes-deutschland.de oder www.dgk.de gibt es nähere Informationen.


V.i.S.d.P.

Herausgeber:
DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.

Redaktion
:
Michaela Berg (verantw.)
Dipl. Biol. Heike Thiesemann-Reith
Dr. rer. physiol. Ute Arndt
Dr. oec. troph. Karin Uphoff
Dr. med. Sigrid Ley

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