DGK e.V. -Mit dem Baby unterwegs
Gesundheitsinformationen zu:
Kinderwagen, Buggy, Tragehilfen, Wirbelsäule
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Mit dem Baby unterwegs

Der Kinderwagen
 

Beim Kauf eines Kinderwagens ist darauf zu achten, dass er nicht zu flach und nicht zu klein ist, damit das Kind nicht herausfallen kann und genügend Platz hat. Kinderwagen können von der ersten Lebenswoche bis etwa zum achten Monat benutzt werden. Wenn sich das Kind aufsetzen kann, sollte es mit Sicherheitsgurten angeschnallt werden. Ganz wichtig ist natürlich eine gute Federung, sowohl horizontal als auch vertikal, die Stöße abfängt und das Kleine vor Erschütterungen schützt. Die Schiebestange sollte in der Höhe verstellbar sein, damit der Nutzer sie an seine Bedürfnisse anpassen kann. Beim Schieben sollten die Ellenbogen etwa einen 110 Grad-Winkel bilden. Unter der Schubstange muss soviel Platz sein, dass man bei normalem Schritt nicht ständig an das Gestell stößt.


Der Buggy
 

Der wendigere Buggy kommt erst in Frage, wenn das Kind sicher sitzen kann. Die leichten Karren bieten in der Regel zu wenig Halt und häufig keine ganz flache Liegeposition. Die verstellbare Lehne sollte so hoch sein, dass sie den Kopf des Kindes überragt, mindestens aber 50 cm.


Tragehilfen - eine Alternative
 

Bei vielen Kinderwagen ist das Oberteil gleichzeitig eine abnehmbare Tragetasche. Sie ist von der ersten Lebenswoche bis höchstens zum sechsten Monat als Transportmittel geeignet. Ab dem dritten Monat bewegen sich Babys kräftig und spontan. Deshalb bitte die Tasche immer so hinstellen, dass sie bei Bewegung des Babys nicht herunterfallen kann, da die Taschen nicht sehr kippsicher sind. Ab dem sechsten oder siebten Monat beginnen sich Babys vom Rücken auf den Bauch zu drehen und umgekehrt. Dann sollte die Tragetasche aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden.

Für den Rücken des Trägers sind sie auch nicht besonders geeignet, da man Tragetaschen einseitig trägt. Das schadet der eigenen Wirbelsäule. Lässt sich das Tragen über längere Strecken nicht vermeiden, sollte man wenigstens regelmäßig die Seite wechseln.


Tragebeutel für kurze Strecken
 

Die Beinchen sollten von einem Tragebeutel so unterstützt werden, dass sie bis zu einem rechten Winkel oder gar stärker angehockt sind. Der größte Teil der handelsüblichen Modelle, bei denen das Kind aufrecht vor dem Körper oder auf dem Rücken getragen wird, erfüllen dieses Kriterium nicht. Ein Säugling kann sich zwar kurzfristig an der anatomisch günstigen Hockstellung der Beine beteiligen, bei längerem Tragen benötigt er jedoch Unterstützung. Deshalb sollte der Stoffsteg zwischen den Beinen breit genug sein und bis in die Kniekehlen reichen. Ist er zu schmal, hängen die Oberschenkel nach unten. Bei derartigen Tragebeuteln ist eine der kindlichen Anatomie angepasste starke Hockstellung nicht möglich. Wird das Baby in der so genannten face-to-face Position transportiert, kann ein permanenter unphysiologischer Druck auf die Hüftgelenke ausgeübt werden. Die herab hängenden, in den Hüftgelenken weitgehend gestreckten Oberschenkel werden ständig gegen den Körper des Tragenden gedrückt, was eine ungünstige Entwicklung der Hüftgelenke bewirken kann.

Wird der Druck auf die Hüftgelenke der gestreckten Beine zu groß, kann ein Säugling diesem unangenehmen Druck nur ausweichen, indem er mit dem Becken nachgibt, es abkippt. Besonders bei etwas größeren Kindern, die in ihrem Tragebeutel zu tief am Körper der Mutter hängen, ist zu beobachten, dass sich als Folge dieser Situation der gesamte Körper an den Tragenden anschmiegt und es zu einem in diesem Alter unphysiologischen Hohlrücken kommt. Gleichzeitig fallen Schultern und Köpfchen des Kindes nach hinten.

Achten Sie darauf, dass der Rücken des Kindes ausreichend gestützt ist. Das Rückenteil muss über den Kopf des Kindes hinausragen und die Wirbelsäule stützen, damit das Kleine nicht zusammensackt. Bei vielen Tragehilfen wird die Haltung des Kindes lediglich durch die Zugkräfte zweier Träger unterstützt. Häufigster Fehler dabei: Oft bleibt zwischen Kind und Tragendem zu viel Platz und das Baby kann sich nicht ausreichend an den Oberkörper des Tragenden anlehnen. Es sinkt in sich zusammen, vor allem wenn es nur wenige Wochen alt ist.


Korrekter Sitz in Tragetüchern
 

Bei der Anwendung von Tragetüchern gilt grundsätzlich das Gleiche. Korrekte Beinhaltung und ausreichende Unterstützung des Rückenbereichs sind oberstes Gebot. Nur bei richtiger Verwendung eines Tragetuches werden Rumpf und Beine des Säuglings hinreichend unterstützt, sowohl bei einem seitlichen Hüftsitz (Reitsitz) als auch einer so genannten face-to-face Haltung zum Tragenden oder beim Tragen auf dem Rücken. Deshalb muss der Sitz in Tragetüchern immer wieder überprüft werden. Hat man das Gefühl, das Kind sitzt nicht sicher oder rutscht aus dem Tuch heraus, ist das meist ein Zeichen dafür, dass das Tuch zu locker oder nicht richtig gebunden ist. Die Verwendung eines Tragetuches erfordert einige Übung. Das korrekte Binden sollte deshalb unter Anleitung geübt werden. Hierzu werden beispielsweise von Geburtshäusern und Hebammen spezielle Kurse angeboten. Dort erfahren Sie auch, welcher Sitz in welchem Alter der geeignetste ist.


Auf Wanderungen
 

Wer sein Kind auf ausgedehnten Spaziergängen oder Wanderungen tragen will, sollte sich die Anschaffung einer Rückentrage überlegen. Darin darf das Kind für maximal ein bis zwei Stunden pro Tag transportiert werden, sobald es sicher sitzt. Also frühestens mit zehn Monaten. Längere Strecken im Sitzen, verbunden mit den beim Wandern durch den wiegenden Gang ausgelösten Auf- und Abbewegungen, sind für den noch instabilen Halteapparat eine zu große Belastung.

Der Sitz sollte gut gepolstert und Höhen verstellbar sein. Die Rückenlehne muss stabil genug sein, um Rücken, Nacken und Kopf zu stützen. Es ist günstig, wenn sich auch die Rückenneigung verstellen lässt. Außerdem muss das Gestell so konstruiert sein, dass die Beine des Kindes nicht zwischen Sitz und Rücken des Tragenden eingeklemmt werden. Achten Sie darauf, dass die Trage sich beim Anheben und Absetzen nicht verwindet und so sicher steht, dass sie nicht seitlich oder nach vorne oder hinten kippen kann. Wichtig sind auch Sicherheitsgurte, die das Kleine am überraschenden Aussteigen hindern. Auf Dauer ist es für den Rücken des Tragenden sehr entlastend, wenn man das ältere Kind nicht mehr hineinheben muss, sondern sich der vordere Teil mit den Tragegurten wegklappen lässt und das Kind selbst hineinklettern kann.

 

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