DGK e.V. -Was sind Noroviren und wie kann ich mich schützen?
Gesundheitsinformationen zu:
Norovirus, Medizin, Gesundheit, DGK, Impfung, Symptome, Ansteckung, Medikamente, Schutz
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


Textanfang / Content

Norovirus

Was sind Noroviren?

Früher wurden die Viren aus der Familie der Caliciviridae als „Norwalk-like Viren“ bezeichnet. Man unterscheidet drei humanpathogene Genogruppen, das heißt Genogruppen, die beim Menschen Erkrankungen verursachen: GGI, GGII und GGIV.
Die Viren sind weltweit verbreitet und für viele viral bedinge Gastroenteritiden (akute Magen-Darm-Infektionen) bei Kindern (ca. 30 Prozent) und bei Erwachsenen (50 Prozent) verantwortlich.
Infektionen durch Noroviren sind das ganze Jahr über möglich, von Oktober bis März ist jedoch im Allgemeinen eine Häufung zu beobachten.


Wie steckt man sich an?

Da die Viren mit dem Stuhl ausgeschieden werden, erfolgt die Übertragung fäkal-oral. Bereits eine minimale Infektionsdosis reicht aus, um sich zu infizieren. Eine strikte Händehygiene ist daher besonders wichtig. Beim Erbrechen kann der Erreger auch über Aerosole, also mit der Luft, übertragen werden. So ist zu erklären, dass es in Gemeinschaftseinrichtungen zu einer sehr raschen Ausbreitung des Virus kommt.
Daneben können Noroviren auch über verunreinigte Speisen, Wasser und verkeimte Gegenstände weitergegeben werden.


Was sind die typischen Symptome?

Nach einer sehr kurzen Inkubationszeit von nur zehn Stunden bis zwei Tagen treten heftiges Erbrechen und starke Durchfälle auf. Dazu kommen Krankheitsgefühl, Mattigkeit, Übelkeit sowie Kopf- und Muskelschmerzen. Besonders gefürchtet – vor allem bei kleinen Kindern und älteren Menschen – ist der große Flüssigkeitsverlust, der rasch zur Austrocknung führen kann. Dieser Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten (lebensnotwendige Salze) muss unbedingt und schnellstmöglich ausgeglichen werden, gerade bei Kindern und Senioren kann deshalb ein Krankenhausaufenthalt notwendig werden.


Wer ist besonders gefährdet?

Menschen ab 70 und Kindern unter 5 Jahren sind besonders häufig von der Krankheit betroffen. Bei Säuglingen und Kleinkindern stehen Norovirus-Infektionen hinter den Rotaviren an zweiter Stelle als Ursache von akuten Magen-Darm-Infektionen. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Altenheimen oder auch Krankenhäusern sind Ausbrüche wegen der hohen Infektiosität der Erreger besonders häufig und gefürchtet.


Gibt es eine Impfung oder Medikamente dagegen?

Anders als gegen Rotaviren steht gegen Noroviren keine Impfung zur Verfügung. Medikamente, die die Viren ursächlich bekämpfen, stehen ebenfalls nicht zur Verfügung. Man ist daher auf die Linderung der Symptome angewiesen. In erster Linie gehört dazu, Wasser und Elektrolyte auszugleichen. Vor allem Kinder und ältere Menschen trocknen sehr schnell aus und müssen gegebenenfalls in der Klinik Infusionen bekommen, wenn sie die zugeführte Flüssigkeit nicht bei sich behalten können.


Wie kann man sich schützen?

Durch striktes Einhalten von Hygienemaßnahmen. Für Privathaushalte gibt das Robert Koch-Institut folgend Empfehlungen:
Da das Virus am häufigsten durch direkten Kontakt zu Erkrankten (virushaltiges Erbrochenes oder Stuhl) oder indirekt über kontaminierte (verschmutzte) Flächen (z. B. Waschbecken, Türgriffe etc.) übertragen wird, kann das Infektionsrisiko allgemein reduziert werden, indem man den Kontakt zu Erkrankten meidet und auf eine sorgfältige Händehygiene (sorgfältiges Händewaschen) achtet. Bei der Betreuung von erkrankten Personen im eigenen Haushalt steht ebenfalls eine gute Hände- und Toilettenhygiene (regelmäßige Reinigung der Kontaktflächen, personenbezogene Hygieneartikel/Handtücher) im Zentrum der Maßnahmen.
Durch Erbrochenes oder durch Stuhl kontaminierte Gegenstände und Flächen (zum Beispiel Waschbecken, Toiletten, Türgriffe, Böden) sollten unter Benutzung von Haushaltsgummihandschuhen gründlich gereinigt werden. Damit es hierbei nicht zu einer Weiterverbreitung durch kontaminierte Putzlappen kommt, ist der Einsatz von Einmaltüchern sinnvoll, die in einer Mülltüte entsorgt werden sollten. Ein genereller Einsatz von Desinfektionsmitteln ist im Privathaushalt in der Regel nicht erforderlich. Vielmehr kommt es auf die konsequente Einhaltung der oben genannten Maßnahmen an.

Erkrankte sollten während der akuten Phase der Erkrankung (Durchfall, Erbrechen) außer zur Betreuungsperson möglichst keinen Kontakt zu anderen Haushaltsmitgliedern oder anderen Personen haben.
Geschirr kann wie üblich gereinigt werden. Erkrankte sollten möglichst keine Speisen für andere zubereiten. In jedem Falle kommt der Händehygiene vor dem Essen besondere Bedeutung zu. Leib- und Bettwäsche sowie Handtücher sollten mit einem Vollwaschmittel bei Temperaturen von mindestens 60 °C gewaschen werden. Da das Virus auch nach Abklingen der akuten Krankheitssymptome in der Regel noch ein bis zwei Wochen im Stuhl ausgeschieden werden kann, müssen die genesenen Personen zumindest für diesen Zeitraum auf eine intensive Toiletten- und
Händehygiene achten.

Für die Erkrankten gelten die bei akuten Magen-Darm-Infektionen üblichen medizinischen Empfehlungen. Neben Bettruhe ist wegen der zum Teil erheblichen Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auf eine adäquate Zufuhr von Flüssigkeit und Elektrolyten zu achten. Nach Abklingen der akuten Symptome kann die Kost wieder langsam aufgebaut werden.
Bei schweren Verläufen (starke Flüssigkeitsverluste durch Erbrechen, Durchfall) sollte vor allem bei Kleinkindern, älteren Patienten und Personen mit Grunderkrankungen frühzeitig ein Arzt konsultiert werden, der eine adäquate Flüssigkeits- und Elektrolytgabe veranlasst.

Quellen:

www.rki.de/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Mbl_Noroviren.html
www.rki.de/EpidBull/2007/05_07.pdf

 

Fusszeile / Impressum