DGK e.V. -Milzbrand (Anthrax) - Gesundheit beim Deutschen Grünen Kreuz e.V.
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www.forum-schmerz.de
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www.agmk.de
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www.altern-in-wuerde.de
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Milzbrand (Anthrax)

Das Wichtigste in Kürze:
 

  • Milzbrand wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Früh genug erkannt, ist Milzbrand gut heilbar.
  • Im Zweifelsfall benachrichtigen Sie unverzüglich die Polizei.


Was ist Milzbrand?
 

Milzbrand wird durch Anthrax-Bazillen verursacht. Milzbrandbazillen bilden als Überlebensformen Sporen, die in diesem inaktivem Stadium sehr stabil gegenüber Wärme, Austrocknung, Hitze, Bestrahlung und vielen Desinfektionsmitteln sind. Einmal im Körper, bilden sich die Sporen zu den vermehrungsfähigen Bazillen aus und verursachen hier Infektionen.

Milzbrand ist eine Zoonose, das heißt eine Tierkrankheit. Menschliche Milzbranderkrankungen sind selten. Auch kann die Infektion glücklicherweise nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Die Krankheit, die besonders bei Weidetieren gefürchtet ist, beruht vor allem auf der Wirkung eines Giftes, das von Bakterien ausgeschieden wird. Da die Bakterien mit dem Kot ausgeschieden werden, finden sie sich vor allem auf und in der Erde und auf Viehweiden. Es gibt Gegenden in der Welt, in denen der Milzbrand-Erreger besonders stark verbreitet ist, etwa in den Tropen Afrikas. In Europa und Nordamerika ist Milzbrand in den vergangenen Jahren bei Menschen nicht mehr vorgekommen, und bei Tieren nur noch selten.

Milzbrandbakterien sind im Labor auf Agarplatten anzüchtbar. Allerdings sind Kulturen von Anthrax in einem Routinelabor üblicherweise nicht vorhanden. Sie werden aber in vielen Laboratorien der Welt für Forschungszwecke bereit gehalten.


Formen und Behandlungsmöglichkeiten
 

Die meisten Milzbranderkrankungen befallen die Haut: Hier finden sich dunkle, meist schmerzlose Geschwüre, die der Erkrankung "Anthrax" (Kohle) den Namen gegeben haben. Die Infektion erfolgt über kleine Verletzungen. Der Hautmilzbrand ist oft schwer erkennbar und führt zu langwierigen Erkrankungen, kann aber spontan ausheilen. Diese Form ist mit geeigneten Antibiotika jedoch schnell und erfolgreich zu therapieren. Milzbrand kann mit verschiedenen Antibiotika behandelt werden, am wirkungsvollsten ist Ciprofloxacin.

Neben dem Hautmilzbrand kann es auch zu Lungenmilzbrand oder im Ausnahmefall auch zu Milzbrand im Magen-Darm-Trakt kommen. Die Erkrankung beginnt einige Tage nach der Infektion, oft untypisch mit Symptomen eines leichten Infektes. Frühzeitig erkannt, ist auch hier meist noch eine Therapie erfolgreich. Manchmal tritt erst nach ein bis mehreren Tagen hohes Fieber auf, und es zeigen sich die typischen Symptome der Vergiftung, etwa Lungenversagen und Schock. In diesem späten Stadium ist die Behandlung schwierig, weil das Gift bereits seine volle Wirkung entfaltet hat.

Der Nachweis einer Milzbrandinfektion erfolgt mit verschiedenen Labormethoden, vor allem der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Nach Kontakt mit dem Erreger bildet der Mensch Antikörper. Bei positivem Nachweis muss davon ausgegangen werden, dass ein Kontakt zu Milzbrandbakterien bestanden hat, möglicherweise auch ohne genau diagnostizierte Erkrankung.


Impfstoffverfügbarkeit
 

Ein Impfstoff gegen Anthrax ist in Deutschland nicht verfügbar. Der beim Militär in USA eingesetzte Impfstoff schützt vor allem gegenüber der an der Haut ablaufenden Form. Gegenüber der Lungenform ist der Schutz wahrscheinlich weit geringer. Der Impfstoff ist schlecht verträglich. Auch müssen häufige Impfstoff-Gaben und regelmäßig einmal jährlich Auffrischimpfungen erfolgen. Eine routinemäßige Impfung für große Bevölkerungsgruppen kommt daher nicht in Frage.


Das können Sie tun
 

Falls Sie den Verdacht haben, dass Sie Milzbrandbakterien in irgend einer Form, etwa als weißes Pulver in einem Brief, zugeschickt bekommen haben, sollten Sie versuchen, so wenig wie möglich mit diesem Pulver in Kontakt zu kommen. Vor allem sollten Sie vermeiden, das Pulver einzuatmen. Dann sollten Sie und alle anderen umgehend den Raum verlassen,hinter sich abschließen und den Brief darin zurücklassen. Waschen Sie sich sofort gründlich die Hände und benachrichtigen Sie die Polizei und/oder das nächste Gesundheitsamt.

Weitere Informationen


Weitere Informationen
 

Informationen, insbesondere zu Erreger, Krankheitszeichen, diagnostischen Möglichkeiten und Therapien, erhalten Sie bei der

  • Zentralen Informationsstelle zu Biowaffen am Robert Koch-Institut unter der Telefonnummer 0 18 88 / 754 - 34 30
  • und auf den Internetseiten des RKI unter www.rki.de .
 

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