DGK e.V. -Die häufigsten Erreger von Durchfallerkrankungen: Rotaviren, Noroviren, Adenoviren, Salmonellen, Coli-Bakterien, Escherichia (E. coli), was sie bewirken und was man dagegen tun kann
Gesundheitsinformationen zu:
Erreger, Durchfallerkrankungen, Rotaviren, Noroviren, Adenoviren, Salmonellen, Coli-Bakterien, Escherichia (E. coli), Schluckimpfung, Übersichtstabelle
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Unsere Themen / Impfen & Infektionen / Krankheiten von A bis Z / Rotavirus-Erkrankungen / Häufige Durchfallerreger
Die häufigsten Erreger von Durchfallerkrankungen

Rotaviren

Rotaviren sind weltweit die häufigste Ursache für akute Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Kein Wunder, denn die Krankheit ist sehr ansteckend: Für eine Infektion genügen schon 10 bis 100 Viren. Der Übertragungsweg ist eine Schmierinfektion, meist direkt oft von einem Erkrankten ausgehend. So ist der Ansteckung zum Beispiel in Kindergruppen oder auch in Kinderkliniken kaum Einhalt zu gebieten, denn Rotaviren sind sehr unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und die Übertragung ist mit Hygiene allein kaum in den Griff zu bekommen. Außerdem werden die Viren mindestens zwei Wochen ausgeschieden, bei Frühgeborenen sogar deutlich länger. Innerhalb von ein bis drei Tagen nach Ansteckung beginnt die schwere Duchfallerkrankung mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Bauchschmerzen, Übelkeit und zahlreichen Attacken von Erbrechen und Durchfall. Da es verschiedene Rotaviren gibt, sind wiederholte Erkrankungen keine Seltenheit.

Vorbeugend können Säuglinge im Alter von 6 bis 24 bzw. 32 Lebenswochen mit einer Schluckimpfung geschützt werden.


Noroviren
Noroviren können regelrechte Ausbrüche in Kindergärten, Kliniken, Altenheimen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen auslösen. Wie alle Erreger von Durchfallerkrankungen werden die Viren über eine Schmierinfektion weitergegeben, außerdem über eine Tröpfcheninfektion beim Erbrechen. Die Inkubationszeit ist so kurz wie bei den Rotaviren: ein bis drei Tage. Abgeschlagenheit, Kopf- und Bauchschmerzen sowie schwallartiges Erbrechen und heftige Durchfälle kennzeichnen die Krankheit. Normalerweise ist die akute Phase nach zwei Tagen ausgestanden.
Bei Säuglingen und Kleinkindern stellen Noroviren nach den Rotaviren die zweithäufigste Ursache einer akuten Darminfektion dar. Unter Norovirus-Infektionen leiden aber auch häufig ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Viren sind für etwa ein Drittel der Magen-Darm-Infekte bei Kindern verantwortlich, bei Erwachsenen für etwa die Hälfte der Erkrankungsfälle. Patienten scheiden Viren sehr lange aus. Virushemmende Medikamente gibt es nicht, eine Schutzimpfung ist nicht möglich.

Adenoviren
Von der Ansteckung mit Adenoviren bis zum Ausbruch der Erkrankung vergehen in der Regel fünf bis acht Tage. In bis zu zwölf Prozent der Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern finden sich Adenoviren. Fieber oder Erbrechen treten hierbei seltener auf. Die Keime werden von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion übertragen. Sie sind gegenüber Umwelteinflüssen recht stabil, nur starke Desinfektionsmittel können sie inaktivieren. Meist sind Kinder und Jugendliche die Betroffenen. Wie auch bei Rota- und Norovirusinfektionen greifen keine Medikamente. Eine Impfung gegen Adenoviren gibt es ebenfalls nicht.


Salmonellen
Erkrankungen durch Salmonellen sind meistens lebensmittelbedingt. Oft erkranken ganze Familien oder die Erreger lösen regelrechte Epidemien aus. Als Infektionsquellen kommen besonders Produkte aus Geflügel-, Rinder- und Schweinefleisch in Frage, besonders Hackfleisch ist der ideale Nährboden für die Bakterien. In rohen Eiern und Speisezubereitungen wie Eischäumen, Cremes, Konditoreiwaren, Mayonnaise und Speiseeis können die Erreger ebenfalls enthalten sein. Ungekühlte Speisen oder zu lange Lagerung bieten den Erregern gute Überlebenschancen.
Schon wenige Stunden bis zu drei Tagen nach der Infektion zeigen sich die Symptome: wässriger Durchfall, der im weiteren Verlauf auch blutig sein kann, Leibschmerzen, manchmal Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Die Symptome dauern in der Regel nur wenige Stunden oder Tage an. Keime werden von der Kranken etwa drei bis sechs Wochen ausgeschieden, von Säuglingen sogar über Monate. Bei Kindern und älteren Menschen besteht eine hohe Ansteckungsgefahr und schwere Verläufe sind gefürchtet. Zur Therapie sind nur in bestimmten Fällen Antibiotika geeignet.


Escherichia (E. coli)
Coli-Bakterien  machen eigentlich friedlich einen Teil unseren gesunden Darmflora aus. Allerdings gibt es aggressive Vertreter dieser Familie, die Giftstoffe bilden und ein mitunter sehr schweres Krankheitsbild verursachen: wässrige Durchfälle, manchmal mit blutigen Beimengungen, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Säuglinge, Kleinkinder, alte und abwehrgeschwächte Menschen erkranken erfahrungsgemäß häufiger schwer und mit Komplikationen.
Die Keime werden von Mensch zu Mensch über Schmierinfektion verbreitet, auch über verunreinigte Nahrungsmittel, Wasser und Rohmilch. Schon einige Stunden bis wenige Tage nach der Infektion treten schwere und schmerzhafte Durchfälle auf. Eine Schutzimpfung gibt es nicht. Nur bei ganz bestimmten Coli-Bakterien sind Antibiotika zur Therapie hilfreich; bei manchen Coli-Keimen dürfen sie nicht gegeben werden, weil sich die Giftwirkung der Bakterien verstärken kann. Eine genaue Erregerbestimmung ist deshalb wichtig.




Übersichtstabelle: Häufige Durchfallerreger

Erreger Übertragungsweg Inkubationszeit Wichtiges
Rotaviren vor allem Schmierinfektion, oft von Erkrankten ausgehend (z. B. in Kindergruppen, Kliniken) 1 bis 3 Tage sehr umweltstabile Viren; häufigste Ursache bei Säuglingen und Kleinkindern; hohe Fallzahlen und Klinikaufenthalte; keine ursächliche Therapie; wirksame Schluckimpfung für Säuglinge ab vollendeter 6. Lebenswoche
Noroviren Schmierinfektion, auch über Tröpfcheninfektion beim Erbrechen 1 bis 3 Tage verursachen ca. ein Drittel der Magen-Darm-Infekte bei Kindern; auch Jugendliche und Erwachsene (dabei oft Menschen über 70 Jahre) sind häufig betroffen; Patienten scheiden Viren sehr lange aus; keine ursächliche Therapie, keine Impfung
Adenoviren von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion 5 bis 8 Tage sehr umweltstabile Viren; meist sind Kinder und Jugendliche betroffen, keine ursächliche Therapie, keine Impfung
Salmonellen Ansteckung meist über verunreinigte Lebensmittel (rohe Eier, Hackfleisch, Geflügel) wenige Stunden bis 3 Tage Bakterien, bei Kindern und älteren Menschen hohe Ansteckungsgefahr und schwere Verläufe, unter Umständen mit Blutvergiftung; Therapie evtl. mit Antibiotika; ([Reise]-Impfung nur gegen Salmonella typhi möglich)
Escherichia coli (E. coli) von Mensch zu Mensch über Schmierinfektion; verunreinigte Nahrung, Wasser, Rohmilch Stunden bis wenige Tage Bakterien (EPEC: enteropathogene E. coli) führen bei Säuglingen unter 1 Jahr zu Durchfallerkrankungen; Therapie evtl. mit Antibiotika; keine Impfung (andere E.coli-Stämme sind aber Bestandteil der gesunden Darmflora!)

Nach oben

 

Fusszeile / Impressum