DGK e.V. -Ältere Menschen haben häufig zu wenig Impfschutz
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Impfung, Impfungen, Impfschutz, Diphtherie, Tetanus, Pneumokokken, Influenza,
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www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

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Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

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Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


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Impfschutz für Senioren

Schutz im Alter
 
Im Alter lässt die Immunabwehr häufig nach. Senioren benötigen daher einen ausreichenden Impfschutz. Dazu gehört auch eine vollständige Grundimmunisierung: Jeder Erwachsene in Deutschland sollte eine Grundimmunisierungl gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) erhalten haben. Fand diese Grundimmunisierung nicht oder nur teilweise im Kindesalter statt, sollte sie dringend vervollständigt werden. Dies gilt für jedes Lebensalter. Nach der Grundimmunisierung im Kindesalter soll der Impfschutz gegen Diphtherie und Tetanus bei Erwachsenen alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Gerade ältere Menschen haben oft keinen Schutz gegen Diphtherie und Tetanus mehr, weil sie Auffrischimpfungen vergessen. Mit der nächsten fälligen Impfung sollte gleichzeitig auch gegen Pertussis (Keuchhusten) geimpft werden (mit Dreifach-Impfstoff) , denn auch ältere Menschen können (wieder) daran erkranken. Die Immunität nach der Keuchhusten-Impfung oder nach Erkrankung hält maximal 10 Jahre an.

Gegen Poliomyelitis sollte mindestens noch eine Auffrischimpfung gegeben worden sein, steht eine Reise in ein Risikogebiet in Afrika oder Asien an, sollte der Impfschutz überprüft werden.

Zusätzlich wird allen Menschen ab 60 Jahre die Impfung gegen Influenza und gegen Pneumokokken empfohlen. Beide Impfungen schützen vor den schweren Komplikationen dieser Erkrankungen, wie zum Beispiel Lungenentzündungen, die bei alten Menschen oft lebensgefährlich verlaufen können.


Influenza
 

Influenza ist nicht nur eine schwere Viruskrankheit, die oft mit sehr hohem Fieber und wochenlangem Krankheitsgefühl einhergeht. Häufig bereitet die Virusgrippe den Boden für bakterielle Lungenentzündungen. Dabei "helfen" sich die Krankheitserreger anscheinend gegenseitig: Zum einen können sich Bakterien auf dem durch die Influenzaviren zerstörten Lungengewebe gut vermehren und in tiefere Gewebeschichten eindringen, zum anderen scheinen bestimmte Substanzen der Bakterien wiederum das Freisetzen neu gebildeter Virusteilchen zu fördern. Die Bakterien besiedeln die Lunge zunächst entlang der Bronchien und deren kleinen Verästelungen, bis sie schließlich in die Tiefen des Lungengewebes vordringen.

Diese Doppelinfektionen sind der Hauptgrund dafür, dass während der "Grippewelle" überdurchschnittlich viele Personen, vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, im Krankenhaus behandelt werden müssen oder sogar sterben.
Influenza: Kranheitsbild und Impfung


Pneumokokken
 

Pneumokokken rufen eine Vielzahl von Erkrankungen hervor: Lungen- und Hirnhautentzündung, Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündung sowie lebensbedrohliche Blutvergiftung. Bei Menschen über 50 Jahre, vorallem ab 60 Jahren, führen Pneumokokken oft zur Lungenentzündung. Diese ist für Senioren auch deshalb besonders gefährlich, weil Lungenentzündungen leicht übersehen werden können, denn typische Krankheitssymptome wie plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten und eitriger Auswurf sind im Alter seltener.

Pneumokokken gehören zu den häufigsten Erregern von Lungenentzündungen im Erwachsenenalter. In Deutschland gehen etwa 100.000 bis 150.000 Lungenentzündungen pro Jahr auf das Konto dieser Bakterien. Schwere Pneumokokken-Infektionen führen trotz Behandlung bei jedem zehnten Betroffenen zum Tod. Mehr als 5.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Pneumokokken-Infektionen, weltweit sind es etwa zwei Millionen, schätzt die WHO.

Pneumokokken: Krankheitsbild und Impfung 


Information in Stichworten
 

Tetanus:
Nach der Grundimmunisierung im Kindesalter soll die Impfung bei Erwachsenen alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Ist der Impfschutz nur teilweise oder gar nicht vorhanden, sollte er dringend vervollständigt werden. Dies gilt für jedes Lebensalter. Jeder Erwachsene sollte die nächst fällige Tetanus-Diphtherie-Impfung als Kombinationsimpfung mit einem Keuchhustenanteil erhalten.

Pertussis (Keuchhusten): Eine Routine-Impfung mit der nächsten Impfung gegen Diphtherie und Tetanus wird allen Erwachsenen empfohlen. Vor allem Erwachsene, die Kontakt zu Babys haben, sollten auf einen guten Impfschutz achten, denn ein Säugling kann gleich nach der Geburt (schwer!) an Keuchhusten erkranken und wird oft von Eltern oder Großeltern angesteckt (in 50 bis 70 Prozent der Fälle).

Diphtherie:
Nach der Grundimmunisierung im Kindesalter soll die Impfung bei Erwachsenen alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Ist der Impfschutz nur teilweise oder gar nicht vorhanden, sollte er dringend vervollständigt werden. Dies gilt für jedes Lebensalter und für diejenigen, die früher einmal eine Diphtherie hatten.

Poliomyelitis:
Jeder Erwachsene sollte im Laufe seines Lebens eine Grundimmunisierung plus eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung - egal ob Schluckimpfung oder Injektionsimpfung -  bekommen haben. Die routinemäßige Auffrischimpfung alle 10 Jahre wird nicht mehr empfohlen. Steht allerdings eine Reise nach Asien oder Afrika an und die letzte Impfung liegt 10 Jahre oder länger zurück, dann ist eine Auffrischimpfung gegen Polio unbedingt empfehlenswert.

Influenza:
Jedes Jahr mit aktuellem Impfstoff

Pneumokokken:
Für alle ab 60 Jahre empfohlen, Wiederimpfung nach fünf Jahren nur bei Personen mit einem Immundefekt oder mit einer chronischen Nierenerkrankung



 

 

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