DGK e.V. -Fortschritte bei der Therapie des Grünen Stars
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Fortschritte bei der Therapie des Grünen Stars

Zusätzliche Medikamente für die Glaukom-Therapie
 

Patienten, die an einem Grünen Star leiden, steht eine Reihe zusätzlicher Medikamente für ihre Augenkrankheit zur Verfügung. Seit Anfang des Jahres 2002 gibt es weitere Präparate aus der Wirkstoffgruppe der Prostaglandinanaloga für die Glaukom-Therapie.

Wirklich neu sind diese Substanzen allerdings nicht, arbeiten sie doch nach dem gleichen Prinzip wie der schon seit einigen Jahren erprobte Wirkstoff Latanoprost. Latanoprost fördert den Abfluss des so genannten Kammerwassers aus dem Auge und trägt so entscheidend zur Sen-kung des Augendrucks bei. Mehr als 3,3 Millionen Glaukom-Patienten wurden bislang mit Latanoprost behandelt und machten diesen Wirkstoff zum meist verordneten Glaukompräparat weltweit. In Folge dessen haben offensichtlich nun auch andere Arzneimittelhersteller die Fähigkeit der Prostaglandine erkannt, den Augeninnendruck wirksam zu verringern und somit Schäden vom Sehnerven abzuwenden. Latanoprost und seine Abkömmlinge Travoprost, Bimatoprost oder Unoproston könnten so vermutlich bald schon zum Standard in der Glaukomtherapie werden. Sie könnten damit die in die Jahre gekommenen Betablocker ersetzen, die heute noch vielfach verordnet werden.

Für die Prostaglandinanaloga spricht dabei auch, dass die Augentropfen meist nur einmal täglich genommen werden müssen. Auch hierin ähneln die neuen Substanzen dem Latanoprost, das Vorreiter in punkto Patientenfreundlichkeit ist. Die Einmalgabe erleichtert die Therapietreue des Patienten enorm und begünstigt somit auch den Behandlungserfolg. Entscheidend wird also auch sein, wie der einzelne Patient mit seinen Augentropfen zurecht kommt und wie es gerade bei den neuen Präparaten mit möglichen unerwünschten Nebenwirkungen aussieht.

Während umfangreiche Erfahrungen mit Latanoprost zeigen, dass dieser Wirkstoff im Allgemeinen gut verträglich ist, müssen die neuen Antiglaukomatosa dies erst noch im Praxistest beweisen. In ersten Studien in den USA wurden bei zwei der drei Nachahmerprodukte (Travoprost und Bimatoprost) bei etwa jedem zweiten Patienten gerötete Augen beobachtet. Auch wenn dies medizinisch nicht unbedingt bedenklich erscheint, mögen diese Nebenwirkungen doch zahlreiche Patienten davon abhalten, ihre Tropfen regelmäßig zu verwenden. Das Therapieziel könnte dann leider schnell verfehlt werden.

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, bei der sich das Gesichtsfeld des Betroffenen im Laufe der Zeit mehr und mehr verengt. Ohne Behandlung kann dies bis zur Erblindung führen. Hauptursache für den Grünen Star ist ein zu hoher Augeninnendruck, wodurch der Sehnerv gequetscht und langsam zerstört wird. Einmal vorhandene Schäden können nicht wieder rückgängig gemacht werden. Am Grünen Star sind in Deutschland derzeit rund 800.000 Menschen erkrankt, weit mehr noch haben einen zu hohen Augeninnendruck, ohne etwas davon zu wissen.

 

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