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Darum sind Informationen zum Thema Impfen immer (noch) wichtig

Februar 2014

In den vergangenen Monaten erschienen einige interessante Umfrage- und Studienergebnisse zum Thema ‚Impfen’. Sie zeigen, dass es erhebliche Lücken gibt – und damit Luft nach oben, was die Aufklärungs- und Durchimpfungsrate betrifft.

Grippeimpfung: „Unwichtig“
Obwohl jedes Jahr die Bedeutung der Grippe-Impfung gerade für bestimmte Gruppen fast schon gebetsmühlenartig wiederholt wird, hält etwas mehr als die Hälfte der Erwachsenen den Grippeschutz für unwichtig, wie eine repräsentative Umfrage zeigte (1). Und obwohl die Impfung für beide Gruppen empfohlen ist, lassen sich nur etwa 42 Prozent der chronisch Erkrankten und 52 Prozent der Menschen ab 60 Jahren jährlich gegen die Influenza impfen (2). Wohl unbekannt ist, dass im Mittel 7.600 Menschen pro Jahr an den Folgen der Influenza sterben – in erster Linie Ältere und chronisch Kranke.


Tetanus? Glaub ja. Masern? Denke wohl.
Nicht nur in der Beurteilung der Wichtigkeit der Grippeimpfung liegt so mancher Bürger daneben. Fast jeder zweite Deutsche weiß gar nicht, gegen welche Krankheiten er überhaupt geimpft ist, wie eine weitere aktuelle Umfrage zeigt (3). Nur gut die Hälfte der Bürger achtet auf eine regelmäßige Auffrischung der eigenen Impfungen, die andere Hälfte misst der Auffrischung von Impfungen keine große Bedeutung bei.

Impflücke Pertussis
Während in Deutschland bereits seit 2001 eine Pertussis-Impfempfehlung für Risikogruppen besteht, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2009 allen Erwachsenen die einmalige Pertussis-Impfung bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Auffrischimpfung. Dennoch ist nur etwa einer von 20 Erwachsenen in Deutschland ausreichend gegen Keuchhusten geimpft (4).
Mit fatalen Folgen: Rund 70 Prozent aller Keuchhustenfälle in Deutschland treten bei Erwachsenen auf. Die Erkrankung verläuft bei ihnen zwar oft relativ leicht, aber der Keuchhusten hält meist über mehrere Wochen an. Während dieser Zeit können die Erwachsenen Säuglinge infizieren, die noch nicht geimpft sind – und für diese kann der Infekt lebensbedrohlich verlaufen.

Arztpraxis: Wie können Sie eine höhere Impfrate erreichen?
Eine aktuelle Studie über geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Durchimpfungsrate zeigt: Aktive Aufklärung und die Erinnerung der Ärztinnen und Ärzte an die Fälligkeit von Impfungen ihrer Patienten ist am effektivsten (5).

Folderserie "Rundum geschützt"
Unter Mitarbeit u.a. von Pädiatern der Universität Frankfurt und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ Nordrhein) wurde eine neue Flyerserie entwickelt, die die Aufklärungsarbeit unterstützt und vereinfacht. Sie bedient vier unterschiedliche Altersgruppen: Babys in den ersten Lebensmonaten, Kinder und Jugendliche zwischen 1 und 17, Erwachsene ab 18 Jahre sowie „Fortgeschrittene“, also alle ab 60 Jahre.

 

Die Informationen zu den relevanten Erkrankungen und Impfungen sind kurz und prägnant, die Flyer ansprechend für die verschiedenen Altersgruppen gestaltet und können Patienten auch zur Erinnerung an eine Auffrischimpfung mitgegeben werden.
www.shop.dgk.de (Folderserie)

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newsletter(à)dgk.deLiteraturliste:
(1) Mehrheit der Erwachsenen hält Grippeschutz für nicht wichtig; Ärzteblatt online, 31. Oktober 2013
(2) Merle Margarete Böhmer: Impfquoten, Impfverhalten und Impfakzeptanz bei Erwachsenen in Deutschland; Dissertation an der Charité, Universitätsmedizin Berlin  d-nb.info/1043196951/34
(3) Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage 11013/I
(4) M. M. Böhmer et al. Pertussis-Impfquoten bei Erwachsenen in Deutschland, Dtsch med Wochenschr 2013; 138(28/29): 1451-1457, DOI: 10.1055/s-0033-1343249
(5) Quick Assessment: Maßnahmen zur Erhöhung der MMR-Durchimpfungsrate - Übersicht aus Literatur und Länderrecherchen; Wien, im Februar 2013; www.goeg.at/cxdata/media/download/berichte/qa_mmr_durchimpfung.pdf

 

 

 

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