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Ausgabe Oktober 2014

Jetzt ist Zeit für die Grippeimpfung

Foto: Imaginis-Fotolia

Influenza: Stärkeschwankungen im Zwei-Jahres-Rhythmus

Die letzte Grippesaison 2013/2014 war keine, die für negative Schlagzeilen gesorgt hat: Sie begann spät und endete früh. Die Zahl der Influenza-bedingten Arztbesuche war historisch gering und beträgt nur ein Zehntel des Wertes der außergewöhnlich starken Saison 2012/2013. Doch die nächste Grippesaison könnte laut Experten wieder stärker ausfallen, denn Stärkeschwankungen im Zwei-Jahres-Rhythmus wurden schon häufiger in der Vergangenheit beobachtet und mahnen zur Vorsicht für die kommende Saison.1

Ein guter Grund, sich jetzt impfen zu lassen. Mit der Impfstoffversorgung sieht es auch gut aus: Anders als in den Vorjahren gab es in diesem Jahr schon Anfang Oktober genügend Influenza-Impfstoffe. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bislang über 16 Millionen Impfstoffdosen freigeben. Die diesjährige Stammzusammensetzung weicht dabei nicht von der der Saison 2013/2014 ab. 2 Wer im vergangenen Jahr geimpft wurde, muss sich natürlich trotzdem erneut impfen lassen, denn die Wirkung hält nur eine Saison an.

Aktuelle Influenza-Aktivität

Noch ist die Grippe-Aktivität erwartungsgemäß gering. An das Robert Koch-Institut (RKI) wurden in der 42. Kalenderwoche 2014 bislang nur acht bestätigte Influenzafälle übermittelt.3

Das deckt sich mit Beobachtungen aus anderen europäischen Ländern. Der europaweite Abgleich geht nun leichter von statten, denn seit der diesjährigen Saison legen das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die WHO Region Europa erstmals wöchentlich einen gemeinsamen Report über die Influenzasituation in Europa vor. Von den 34 Ländern, die bislang Daten sandten, berichteten alle über eine geringe Influenza-Aktivität.4

Für wen ist die Impfung empfohlen?

Die Influenza-Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für bestimmte Risikogruppen empfohlen: Dazu gehören medizinisches Personal, Menschen in Berufen mit hohem Publikumsverkehr, alle ab 60 Jahren, Schwangere sowie chronisch Kranke, beispielsweise mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma oder COPD.

Gründe für niedrige Impfquoten bei Schwangeren

Die Impfquoten sind dabei laut Experten in allen Gruppen zu niedrig. So zeigt eine vom Gesundheitsministerium finanzierte Befragung, dass in der Saison 2012/2013 nur 23 Prozent der Schwangeren geimpft waren. Ein Grund dafür: 30 Prozent der Schwangeren wussten gar nicht, dass sie sich gegen Influenza hätten impfen lassen sollen. Hier besteht also noch erheblicher Aufklärungsbedarf seitens der Ärzte. Doch selbst wenn sie um die Empfehlung wissen, lassen sich viele nicht impfen. Als häufigstes Argument gegen den Schutz nannten die Frauen fehlendes Vertrauen in die Impfung. 1 Auch die Sorge, eine Impfung während der Schwangerschaft könne Mutter und schaden, spielt eine Rolle. Doch das Gegenteil ist der Fall, wie umfangreiche Studien u. a. aus der Charité zeigen.

So wirksam ist die Impfung

Natürlich kann kein Impfstoff einen 100-prozentig zuverlässigen Schutz bieten. Doch bei einer guten Übereinstimmung der zirkulierenden Influenzaviren mit dem Impfstoff wird laut RKI bei jungen Erwachsenen eine Schutzwirkung bis zu 80 Prozent beobachtet.5

Ältere Menschen haben oft eine reduzierte Immunantwort, so dass die Impfung selbst bei guter Übereinstimmung der Virusstämme bei ihnen weniger zuverlässig wirkt. Dennoch können auch ältere Menschen ihr persönliches Risiko, an einer Influenza zu erkranken, durch die Impfung in etwa halbieren. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Impfung vor einem schweren Verlauf und den wichtigsten Komplikationen, wie etwa Lungenentzündungen, schützt. Ganz wichtig ist dabei der Impfschutz der Umgebung, d.h. derjenigen, die mit besonders gefährdeten, also alten und kranken Menschen Kontakt haben.

Grippe durch Influenza-Impfung?

Die Angst vor vermeintlichen Nebenwirkungen hält manche davor zurück, sich impfen zu lassen. Oft wird sogar fälschlicherweise vermutet, die Influenza-Impfung könne die Grippe erst auslösen. Da es sich um einen inaktivierten Impfstoff handelt, ist dies unmöglich. Auch beim tetravalenten nasalen Lebendimpfstoff (für 2- bis 17-Jährige zugelassen), ist dies nur bei Kindern mit Immundefizienz zu erwarten, für die die Impfung ohnehin kontraindiziert ist. Kommt es nach der Impfung zu grippalen Symptomen, ist dies höchstwahrscheinlich auf eine zeitgleich auftretende "banale" Erkältung zurückzuführen, die mit oder ohne Impfung ausgebrochen wäre.

Neben lokalen Reaktionen an der Impfstelle (Rötung, Schwellung, Schmerzen) werden als Zeichen der Immunreaktion am häufigsten Müdigkeit, Fieber oder auch leichte, grippeähnliche Symptome beobachtet, was vermutlich zu dem Mythos, die Impfung löse die Erkrankung aus, beiträgt. Wirkliche Impfkomplikationen sind extrem selten und stehen in keinem Vergleich zum schweren und oft komplikationsreichen Verlauf einer Influenza-Erkrankung.

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Quellen:
1.
Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des
    Paul-Ehrlich-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft Influenza, vom 23.9.2014
2.
Paul-Ehrlich-Institut: Saisonale Influenza 2014/2015 – Informationen zu den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen, den
    freigegebenen Impfstoffdosen und der Impfstoff-Stammzusammensetzung für die Saison 2014/2015
3.
Arbeitsgemeinschaft Influenza am RKI https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2014_2015/2014-42.pdf
4. Flu News Europe http://www.flunewseurope.org
5.
http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

 

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