DGK e.V. -
Gesundheitsinformationen zu:
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Fachleute / DGK-Fachnewsletter / Ausgabe Juni 2014
Ausgabe Juni 2014

HPV und Zervixkarzinom: Impfung, Symposium & Neues aus der Forschung

Bis heute sind weltweit etwa 200 Millionen Mädchen gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft worden. Hierzulande stehen viele Bürger der Impfung immer noch skeptisch gegenüber. Mit geschätzten 35 bis 40 Prozent ist die Impfrate in Deutschland sehr niedrig.

Vorreiter Australien
Ganz anders sieht das in „Down-under“ aus: Australien war das erste Land, das im Jahr 2007 ein nationales Impfprogramm einführte. Dort wurden laut Deutscher Krebsgesellschaft inzwischen etwa 70 Prozent der jungen Mädchen im Rahmen eines Schulimpfprogramms immunisiert (1). Vier Jahre nach Start des Programms konnten Forscher in einer Studie eine deutliche Reduktion der Prävalenz von HPV-Infektionen nachweisen (2). Besonders interessant dabei ist, dass die Rate impfpräventabler HPV-Infektionen nicht nur bei den geimpften Frauen gesunken war, sondern auch bei den ungeimpften jungen Frauen. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf eine Herdenimmunität, die sich aufzubauen beginnt.

Junge Mädchen: nur zwei Impfdosen notwendig
Vielleicht kann eine kleine „Erleichterung“ in der Anwendung der HPV-Impfstoffe helfen, die Impfquoten auch hierzulande ein wenig zu verbessern:

Bis vor kurzem ging man davon aus, dass unabhängig vom Alter des Impflings drei Impfstoff-Dosen notwendig wären, um einen vollständigen Impfschutz zu erzielen. Dies hat sich laut Fachinformationen der Hersteller inzwischen geändert, denn es stellte sich heraus, dass bei jungen Menschen zwei Impfdosen ausreichen, um einen vollständigen Schutz zu gewährleisten. Den Impfstoff erhalten junge Mädchen heute in nur zwei Einzelimpfungen innerhalb von sechs Monaten. Ab dem Alter von 15 (Cervarix®) beziehungsweise 14 Jahren (Gardasil®) sind aber weiterhin drei Einzelimpfungen vorgesehen.

Die HPV-Impfaufklärungsbögen des DGKs sind bereits angepasst. Sie enthalten den Hinweis auf das mögliche 2-Dosen-Schema. Details müssen dann im Arztgespräch erörtert werden. Eine Übersicht über die verschiedenen Bögen und finden Sie in unserem Opens external link in new windowShop.


Symposium HPV and Cervical Cancer

Am 3. und 4. Juli 2014 veranstalten das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum Tübingen das Symposium "HPV and Cervical Cancer". Neben Aktuellem zur prophylaktischen HPV-Impfung werden auch der Stand der Forschung bei therapeutischen Vakzinen und die Bedeutung des Screenings thematisiert.

Veranstaltunsorte sind in Heidelberg die Hörsaale des DKFZ und des Physikalischen Instituts.

Das Symposium ist von der Landesärztekammer Baden-Württemberg mit 8 Punkten zertifiziert. Das vollständige Programm finden Sie Opens external link in new windowhier.

Den Anmeldebogen finden Sie Opens external link in new windowhier. Die Anmeldefrist wurde verlängert, die Anmeldung ist noch bis kurz vor dem Seminar möglich.


Neues aus der Wissenschaft
Zum Thema humane Papillomviren (HPV) und Zervixkarzinom gibt es immer wieder interessante Neuigkeiten. So haben erst jüngst Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) einen Mechanismus entdeckt, mit dem HPV die von ihnen „erzeugten“ Tumorzellen vor Krebstherapien schützen (3).

Eine neue Studie amerikanischer Wissenschaftler zeigt, dass die Häufigkeit und die Altersverteilung von Zervixkarzinomen bisher wohl falsch berechnet wurden. Inzidenz und Altersgipfel von Zervixkarzinomen in den USA beträchtlich höher als bislang angenommen. Grund: Bei der Berechnung der Erkrankungsraten sind in den USA bisher alle Frauen einbezogen worden – auch die, bei denen die Gebärmutter entfernt wurde. Da dieser Eingriff in Amerika relativ häufig durchgeführt wird, sind deutlich niedrigere Erkrankungsraten berechnet worden, als es in der Realität der Fall war (4).

Quellen:
(1) HPV-Impfung – Was hat sie gebracht? Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Text von Anne Krampe-Scheidler
http://www.krebsgesellschaft.de/ip_pat_tdm_201304_hpv_leitartikel,229355.html
(2)Tabrizi F. N. et al.: Fall in Human Papillomavirus Prevalence Following a National Vaccination Program. Journal of Infectious Diseases 206 (11): 1645-1651; online publiziert am 19.10.2012,
doi: 10.1093/infdis/jis590
(3) Jenny Leitz et al.: Oncogenic Human Papillomaviruses Activate the Tumor-Associated Lens Epithelial-Derived Growth Factor (LEDGF) Gene; PLOS pathogens, online publiziert am 6.3.2014 DOI: 10.1371/journal.ppat.1003957
(4) Rositch A. F. et al.: Increased Age and Race-Specific Incidence of Cervical Cancer After Correction for Hysterectomy Prevalence in the United States From 2000 to 2009. Cancer 2014, online publiziert am 12.5.2014; doi: 10.1002/cncr.28548

 

 

 

Fusszeile / Impressum