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Jeder ältere Mensch wünscht sich ein selbstständiges Leben und ein glückliches Zusammensein mit der Familie. Dies ist leider nicht selbstverständlich: Heutzutage leiden bereits mehr als 1,2 Millionen Bundesbürger an einer Demenz, 800.000 davon haben gravierende, das Zusammenleben erschwerende Verhaltensauffälligkeiten, wie zum Beispiel unbegründete Feindseligkeit und Misstrauen.
Foto: Initiative Altern in Würde
Immer mehr Menschen über 65 kommen mit der Umwelt ohne die Hilfe von Angehörigen nicht mehr zurecht. Sie können sich kaum noch etwas merken, vergessen wo und wer sie sind.
Foto: Initiative Altern in Würde
Wird eine Demenz zu spät erkannt, kann das schlimme Folgen für den Patienten haben. Grundsätzlich gilt daher: Je eher sie erkannt wird, desto besser kann eine Therapie greifen.
Foto: Initiative Altern in Würde
Simone Rethel-Heesters macht sich für Früherkennung und Aufklärung von Alzheimer-Demenz und den damit einhergehenden Verhaltensstörungen stark.
Auch wenn es heute noch nicht möglich ist, eine Demenz zu heilen, so kann die Verschlimmerung der Erkrankung mit den richtigen Medikamenten und begleitenden Maßnahmen noch einige Zeit aufgehalten werden.
Bemerken Familienmitglieder bei Angehörigen Veränderungen im Gedächtnis oder Verhalten, dann sollten sie mit dem Betroffenen dringend einen Arzttermin vereinbaren. Schöne und genussvolle Lebenszeit kann so über einen längeren Zeitraum bewahrt werden.
Die Demenz entwickelt sich zunehmend zu einer Volkskrankheit. Schon heute leiden mehr als 1 Million Bundesbürger an dieser Erkrankung. Schätzungen zufolge wird sich diese Zahl in 10 Jahren bereits verdoppelt haben.
Nur 13 Prozent der Alzheimerpatienten erhalten eine medikamentöse Therapie, die den Anforderungen der medizinischen Fachgesellschaften entspricht, zumindest wenn sie gesetzlich versichert sind. Damit steht die Alzheimer-Demenz an der Spitze der Erkrankungen, für die in Deutschland eine massive Unterversorgung zu beklagen ist.
Verhaltensauffälligkeiten von Demenzerkrankten zeigen sich in ganz unterschiedlichen Formen: von sozialem Rückzug bis hin zu Misstrauen, Feindseligkeit und Aggression.
Foto: Initiative Altern in Würde
Oft sind Angehörige schockiert über die Verhaltensveränderungen des Partners, der Mutter oder des Vaters. Sie vermuten böse Absichten und verstehen nicht, dass die Veränderungen Ergebnis einer Gehirnerkrankung sind.
Foto: Initiative Altern in Würde
Überreaktionen und auch Stimmungsschwankungen können ebenfalls Symptome einer Demenzerkrankung sein.
Foto: Initiative Altern in Würde
Betroffene versuchen oft, erste Defizite, die sie an sich bemerken, zu vertuschen. So müssen die Angehörigen dafür sorgen, dass sie zum Arzt gehen und für weitere Informationen und Hilfsmöglichkeiten sorgen.
Foto: Initiative Altern in Würde
Hauptziel einer Demenzbehandlung, die sowohl die kognitiven Einbußen als auch die Verhaltensauffälligkeiten berücksichtigt, muss sein, dem Demenz-Kranken noch möglichst viele gute Tage zu verschaffen.
Foto: Initiative Altern in Würde
Unbegründete Aggressionen in Worten und Taten, Misstrauen, Unruhe und Schlafstörungen lassen oftmals die Familie zerbrechen und führen zur Heimeinweisung des Betroffenen. Durch eine rechtzeitige medikamentöse Therapie kann dies hinausgezögert oder sogar verhindert werden.
Foto: Initiative Altern in Würde
Simone Rethel-Heesters setzt sich als Botschafterin der Initiative Altern in Würde dafür ein, dass Alzheimerpatienten in Würde altern können. "Ich möchte Betroffenen und deren Angehörigen Mut machen, sich mit dieser Krankheit intensiv auseinander zu setzen"
Je früher aber eine Demenz durch einen Arzt festgestellt wird, desto eher kann eine sinnvolle Therapie eingeleitet werden.
Simone Rethel Heesters im Gespräch mit Dr. Barbara Romero, Leiterin des Alzheimer-Therapiezentrums, Neurologische Kliniken Bad Aibling.
Simone Rethel-Heesters: 'Früherkennung ist aber das A und O bei Alzheimer-Demenz. Bei den ersten Veränderungen von Gedächtnis und Verhalten sollten Angehörige daher schnell gemeinsam mit dem Betroffenen einen Arzt aufsuchen, um einen Früherkennungstest machen zu lassen.'
Simone Rethel-Heesters: Wichtig ist es, dass Menschen in Würde altern können. Dafür möchte ich mich einsetzen. Als Botschafterin für die Initiative Altern in Würde und das Thema Alzheimer-Demenz wende ich mich an eine breite Öffentlichkeit.'
Ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus, nächtliches Umherirren oder Wahnvorstellungen und Halluzinationen können ebenfalls Anzeichen einer Demenz sein.
Foto: Initiative Altern in Würde
Gedächtnisstörungen: Zu Beginn der Alzheimer-Erkrankung sind meist nur das Kurzzeitgedächntnis und das Lernvemögen beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf wird dann auch das Langzeitgedächtnis mehr und mehr in Mitleidenschaft gezogen, alte Erinnerungen gehen verloren. Selbst in vertrauter Umgebung wird der Patient unsicher und orientierungslos, sein Sprachverständnis schwindet zunehmend.
























