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Was hilft bei Alzheimer wirklich?

International renommiertes Institut gibt Empfehlungen zur Alzheimer-Therapie. Deutsche Experten plädieren für möglichst frühzeitige Behandlung.

(dgk) Bei der Alzheimer-Demenz schwindet das Gedächtnis mehr und mehr, das geistige Leistungsvermögen bricht zusammen, die Persönlichkeit verändert sich zu Beginn erst schleichend, doch schließlich lebt der Betroffene hilflos in seiner eigenen Welt. Noch kann die Krankheit nicht geheilt werden. Völlig hilflos steht die Medizin der Alzheimer-Demenz aber nicht mehr gegenüber. Das international angesehene NICE-Institut in Großbritannien hat nun Empfehlungen ausgesprochen, mit welchen Medikamenten die Lebensqualität von Alzheimer-Patienten tatsächlich wirkungsvoll verbessert werden kann. Diese Empfehlungen sind auch für deutsche Alzheimer-Patienten bedeutsam.

100 Jahre nach ihrer Entdeckung durch den deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer entwickelt sich die fortschreitende Gehirnerkrankung zu einer der großen medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Derzeit leiden hierzulande schätzungsweise eine Million Bundesbürger an Alzheimer. Weil die Erkrankungswahrscheinlichkeit mit dem Lebensalter steigt, und weil die Menschen immer älter werden, wird sich die Zahl der Betroffenen in den nächsten beiden Jahrzehnten nahezu verdoppeln.

Da die Medizin noch nicht in der Lage ist, das Fortschreiten der Alzheimer-Demenz ganz zu stoppen, konzentrieren sich die Ärzte vor allem darauf, den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen und die Symptome zu bessern. Welche Medikamente dazu am besten geeignet sind, hat jetzt das renommierte britische NICE-Institut (National Institute for Health and Clinical Excellence) überprüft. NICE befasst sich vor allem mit der Bewertung von Medikamenten unter Berücksichtigung des medizinischen Nutzens und der Wirtschaftlichkeit.

Für ihre Empfehlungen werteten die Wissenschaftler die Ergebnisse von 32 internationalen Studien aus, an denen insgesamt mehr als 12.000 Alzheimer-Patienten teilgenommen hatten. Als für die Alzheimer-Therapie besonders geeignet und sinnvoll beurteilt NICE nun Medikamente aus der Gruppe der sogenannten Acetylcholinesterasehemmer (AChE). So konnte zum Beispiel der auch in Deutschland verfügbare AchE-Wirkstoff Galantamin bei 57 Prozent der damit behandelten Demenz-Patienten die geistige Leistungsfähigkeit stabilisieren oder sogar verbessern. Das ursprünglich im Schneeglöckchen entdeckte Galantamin zählt damit zu den wirksamsten Waffen im Kampf gegen Alzheimer. Die so behandelten Menschen können viele alltägliche Dinge über einen langen Zeitraum wieder besser selbst erledigen, nehmen mehr am Leben teil. Insgesamt steigt die Lebensqualität deutlich an, wovon dann auch die pflegenden Angehörigen profitieren.

Führende deutsche Alzheimer-Experten wie Professor Lutz Frölich vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim sehen ihre bisherige Vorgehensweise gegen die Alzheimer-Demenz durch die aktuellen NICE-Empfehlungen nochmals bestätigt. Eine von NICE abweichende Meinung vertritt Frölich allerdings, wenn es darum geht, ab welchem Krankheitsstadium die AChE-Hemmer eingesetzt werden. Er plädiert hier für einen wesentlichen früheren Therapiebeginn als NICE dies vorsieht, da bekannt sei, dass die Medikamente gerade am Beginn der Alzheimer-Demenz besonders erfolgreich helfen. Eine ähnliche Meinung äußert auch die britische Alzheimer-Gesellschaft. Sie spricht sich in einer Stellungnahme zu den NICE-Empfehlungen ebenfalls für einen möglichst frühzeitigen Beginn der medikamentösen Therapie aus und bezeichnet es wörtlich als „brutal und unnötig“, mit einer Behandlung zu warten, bis die Krankheit weiter fortgeschritten ist.

Quelle: www.nice.org.uk Die zwei Seiten der Alzheimer-Demenz

Die Grafik kann als jpg-Datei angefordert werden unter
roswitha.seim(à)kilian.de.

 

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