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Inga Tönnies, pflegende Angehörige ihrer demenzkranken Mutter, führte einfühlsame und bewegende Interviews mit Angehörigen von Demenzkranken. Diese erzählen, wie sehr die Krankheit eines nahen Familienmitgliedes ihren Alltag bestimmt, ihre Gedanken bindet, welche verschiedenen Gesichter die Demenzkrankheit haben kann und was die Betreuung für die Angehörigen bedeutet. Denn mit wachsender Verwirrung geht die Einfühlsamkeit der Demenzkranken verloren, oft vergessen sie sogar die Namen ihrer Nächsten. Dinge, die einmal selbstverständlich waren, Sorgen und Freuden zu teilen, all das geht nicht mehr. Dies verlangt den Betreuenden gerade psychisch vieles ab. Doch wird auch von Möglichkeiten berichtet, sich in dieser Situation ein wenig zu entlasten. So kann neben den Gefühlen von Trauer, Wut, Scham, Hilflosigkeit, Überforderung, Schuld und Kränkung eine Fülle an bereichernden Erfahrungen stehen.
Die Lesung mit Gespräch von Inga Tönnies
"Abschied zu Lebzeiten. Wie Angehörige mit Demenzkranken leben"
fand statt am Mittwoch, 26. Januar 2005, 18.30 Uhr
Schönhauser Allee 175 in 10119 Berlin (direkt am Senefelder Platz)

