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Aktuelles

Neuer Fragebogen zur Früherkennung
von Hirnleistungsstörungen bei Alzheimer-Demenz

Im Alter kann die geistige Leistungsfähigkeit nachlassen. Das kann sich im Denken, in der Stimmung und am Verhalten bemerkbar machen. Entfallen Ihnen immer häufiger wichtige Termine? Oder finden Sie sich an altbekannten Orten nicht mehr zurecht? Mit dem neuen Früherkennungsfragebogen ADAM (Allgemeines Demenz Anamnese Modul) können Sie einfach und schnell Ihre Hirnleistung überprüfen.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit dem Autor des neuen Fragebogens PD Dr. Pasquale Calabrese, Leiter der Abteilung für Neuropsychologie und Verhaltensneurologie an der Neurologischen Universitätsklinik Bochum.


4. Bundesweite Aktionswoche 'In Würde altern'
'Alzheimer früher erkennen – und richtig behandeln'
vom 24. bis 29. Oktober 2005

(dgk) Viele ältere Menschen machen sich Sorgen, wenn das geistige Leistungsvermögen bei sich selbst oder einem Angehörigen scheinbar immer mehr nachlässt. Sind es bereits Anzeichen einer Alzheimer-Demenz, wenn man sich Telefonnummern nicht mehr so gut merken kann? Wenn man Menschen begegnet, aber der dazugehörige Name will einem einfach nicht mehr einfallen? Wenn man sich in einer neuen Umgebung nicht mehr ganz so problemlos zurechtfindet wie früher?

Was bedeutet es, wenn sich ein geselliger Mensch mehr und mehr aus dem Freundkreis zurückzieht oder ein einst liebevoller Mensch zum veränderten Grantler wird. Es ist wichtig, sich rasch Klarheit zu verschaffen. Der erste Weg sollte immer zum Hausarzt oder Neurologen führen. Diese können mit einfachen Tests feststellen, ob die Sorge vor Alzheimer begründet ist. Doch ist hier oft die Initiative des Angehörigen gefordert, denn der Betroffene selbst schiebt meist gute Gründe für seine Veränderungen vor und weicht dem Arztbesuch aus.

Die Alzheimer Krankheit wird daher immer noch viel zu spät erkannt. Meist geschieht dies erst, wenn die Veränderungen nicht mehr zu verleugnen sind. Doch gerade im Anfangsstadium können die vorhandenen medikamentösen Therapien wirkungsvoll helfen. Aktuelle Untersuchungen zeigen jedoch, dass hierzulande nur etwa jeder achte Alzheimer-Patient (13 Prozent) solche wirksamen Medikamente wie beispielsweise den Wirkstoff Galantamin erhält, die von der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft empfohlen werden.

Die 4. Bundesweite Aktionswoche „In Würde altern“ vom 24. bis 29. Oktober 2005 widmet sich deshalb ganz der Information darüber, wie die Alzheimer-Krankheit früh erkannt werden kann und welche Therapien sinnvoll sind. Welche Symptome sind tatsächlich ernst zu nehmende Warnsignale für eine Alzheimer-Demenz? Wie merkt man selbst, dass etwas nicht mehr stimmt? Bei welchen auffällig veränderten Verhaltensweisen sollten Angehörige aufmerksam werden? Was sind effiziente und wirkungsvolle Therapien. Auf diese und weitere Fragen wollen die Initiative Altern in Würde und das Deutsche Grüne Kreuz e. V. im Rahmen ihrer Aktionswoche Antworten geben.

An der Aktionswoche beteiligen sich zahlreiche Gesundheitsämter, Seniorenbeiräte und Apotheken im gesamten Bundesgebiet. Dort gibt es kostenlose Ratgeber-Broschüren. Zusätzliche Informationen kann man im Internet auf der Seite www.altern-in-wuerde.de finden. Info-Broschüren zum Thema Alzheimer-Demenz können auch gegen Einsendung eines mit € 1,44 frankierten DIN A5-Rückumschlags bestellt werden bei

Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: Aktionstag „In Würde altern 2005“
Postfach 1207
35002 Marburg


Kurzfassung:

4. Bundesweite Aktionswoche „In Würde altern“ 24. bis 29. Oktober 2005
Alzheimer früher erkennen – und richtig behandeln

(dgk) Viele ältere Menschen machen sich Sorgen, wenn das geistige Leistungsvermögen mit den Jahren scheinbar immer mehr nachlässt. Leidet man schon an einer Alzheimer-Demenz, wenn man mit zunehmendem Lebensalter immer vergesslicher wird?

Was sind tatsächlich ernst zu nehmende Warnsignale für eine Alzheimer-Demenz? Bei welchen auffällig veränderten Verhaltensweisen sollten Angehörige aufmerksam werden? Wo kann man sich mehr Klarheit über den Zustand seiner geistigen Leistungsfähigkeit verschaffen?

Welche Testverfahren den Ärzten zur Verfügung stehen und warum die Früherkennung von Alzheimer so wichtig für eine wirkungsvolle Behandlung ist, darüber wollen die Initiative Altern in Würde und das Deutsche Grüne Kreuz e. V. mit einer bundesweiten Aktionswoche vom 24. bis 29. Oktober 2005 aufklären. Bei zahlreichen Gesundheitsämtern, Senioreneinrichtungen und Apotheken gibt es dazu kostenlose Ratgeber-Broschüren. Zusätzliche Informationen kann man im Internet auf der Seite www.altern-in-wuerde.de finden. Infomaterialien kann aber auch gegen Einsendung eines mit € 1,44 frankierten DIN A5-Rückumschlags direkt bestellen bei

Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: Aktionstag „In Würde altern 2005“
Postfach 1207
35002 Marburg


Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.:0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 229 - 774
E-Mail:ingolf.duerr(à)kilian.de

Lesen Sie dazu auch die Presse-Informationen zur 4. Bundesweiten Aktionswoche 'In Würde altern'


Alzheimer früh erkennen – Infobus geht auf Tour
In Kooperation mit regionalen Gedächtnis-Ambulanzen startet der Alzheimer-Infobus pünktlich zum Weltalzheimertag am 21. September mit einer Herbst-Tournée durch mehr als 20 Städte.

Alzheimer früh erkennen – Infobus geht auf Tour(dgk) Mehr als 20 Städte im gesamten Bundesgebiet wird der Infobus „Alzheimer früh erkennen“ des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. und der Initiative Altern in Würde ab dem 21. September, dem Weltalzheimertag, besuchen. Die Veranstalter kommen damit dem in der Bevölkerung weiter steigenden Bedürfnis nach mehr Information und Beratung zum Thema Alzheimer-Demenz nach. Aktiv unterstützt wird die Aktion deshalb auch von den regionalen Gedächtnis-Ambulanzen oder Gedächtnis-Sprechstunden, die sich ebenfalls bei der Früherkennung von Demenzerkrankungen stark engagieren. Den vollständigen Tourplan kann man im Internet unter www.altern-in-wuerde.de nachlesen.

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung entwickelt sich die Alzheimer-Demenz zunehmend zu einer Volkskrankheit. Heute leiden bereits mehr als 700.000 Bundesbürger an dieser Erkrankung; in zwanzig Jahren wird sich diese Zahl fast verdoppelt haben, schätzen Experten. Aber auch viele jüngere Menschen werden indirekt durch einen erkrankten Angehörigen mit dieser schwierigen Situation konfrontiert werden. Wichtig ist, dass man weiß, an welchen Symptomen man die Alzheimer-Demenz früh erkennen kann. Denn die Krankheit kann inzwischen gut behandelt und der Verlauf verzögert werden.

Mit ihrer Infobus-Aktion wollen die Veranstalter auf die wachsende Zahl von Alzheimerkranken aufmerksam machen, über Früherkennungsmöglichkeiten informieren und Wissen vermitteln, welches für das Arztgespräch wichtig ist. Darüber hinaus soll um Verständnis für die Probleme der Betroffenen und ihrer Angehörigen geworben werden. Wer Fragen zur Alzheimer-Demenz hat, einen ersten Früherkennungstest durchführen möchte oder einen Demenzkranken in der Familie pflegt, sollte diese Chance zur Beratung nutzen.

Einen neuen und ungewöhnlichen Weg gehen die Veranstalter der Infobus-Tour, um in der Öffentlichkeit das Krankheitsbild bekannter zu machen und für mehr Verständnis für die Alzheimerkranken zu werben. Zu Alzheimer gehört mehr als nur die Vergesslichkeit. Angehörigen, Freunden und Bekannten fällt es oft schwer zu begreifen, was in dem Erkrankten vorgeht, warum er so verändert ist und seltsam handelt und reagiert. Missverständnisse, Ablehnung und Streit sind dann vorprogrammiert. Erfahrungsstationen, die am Infobus aufgebaut sind, sollen gesunden Menschen verdeutlichen, welche Symptome ein Alzheimerkranker entwickelt und wie er seine Umwelt erlebt. Ziel der Erfahrungsstationen ist also auch, das familiäre Miteinander von Kranken und Gesunden zu fördern.

Nähere Informationen zum Infobus Alzheimer-Demenz gibt es im Internet unter www.altern-in-wuerde.de sowie beim Organisationsbüro im Deutschen Grünen Kreuz, Schuhmarkt 4, 35037 Marburg; Tel.: 0 64 21 / 293 - 150, Fax: 0 64 21 / 293- 750, E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de.


Expertenkommission fordert Umdenken im Umgang mit Alzheimer-Patienten

Demenzkranke könnten besser behandelt werden. Kostendruck, aber auch unzureichende Ausbildung der Ärzte und dadurch Unsicherheit beim therapeutisch Machbaren stehen dem oft noch entgegen.

(dgk) In Deutschland leiden derzeit mehr als 1,2 Millionen Menschen an einer Demenz, meist handelt es sich um die Demenz vom Alzheimer-Typ. Jedes Jahr kommen etwa 200.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Behandlung von Demenz-Patienten sollte sich eigentlich an den aktuellen wissenschaftlichen Standards orientieren. Dies geschieht aber nach Ansicht einer Expertenrunde der geriatrischen und gerontopsychiatrischen Fachgesellschaften noch nicht flächendeckend.

Eine der Ursachen sehen die Experten in der Ausbildung der Mediziner. Dort nehme das Thema Demenz nur eine nachgeordnete Stellung ein. In einem aktuellen, so genannten Konsensuspapier spricht die Expertenkommission nun Empfehlungen für eine optimale Behandlung von Demenz-Patienten aus. Vordringlichstes Ziel aller Anstrengungen müsse sein, so die Autoren, das Leid von Patienten und Angehörigen zu minimieren und ihre Lebensqualität zu maximieren.

Die wichtigsten Forderungen, wie dies zu erreichen ist, lauten im Einzelnen:

    • Angehörige sollten aktiver in die Behandlung eingebunden werden, da der Erfolg von therapeutischen Maßnahmen auch vom familiären Umfeld des Patienten abhänge. Entscheidend sei dabei auch, dass durch psychosoziale Maßnahmen ein vertrauensvolles, angstfreies und wertschätzendes Milieu für den Demenzkranken geschaffen werde.

 

    • In vielen Fällen reichten nicht-medikamentöse Maßnahmen allein nicht aus. Bei der Wahl der Medikamente müsse der Grundsatz gelten: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Eingesetzt werden sollten daher nur Arzneimittel, deren Wirksamkeit bei Demenz wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesen ist.

 

    • Als Basistherapie und Mittel der ersten Wahl bei Alzheimer-Demenz empfehlen die Experten Acetylcholinesterase-Hemmer wie Donezepil (Aricept®), Galantamin (Reminyl®) und Rivastigmin (Exelon®), da sie das geistige Leistungsvermögen des Patienten verbessern und über eine gewisse Zeit stabilisieren könnten. Die Verzögerung des Krankheitsverlaufs und der Zeitgewinn könne zum Beispiel beim Schneeglöckchen-Wirkstoff Galantamin bis zu 18 Monate betragen.

 

    • Neben dem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit müsse den demenzbedingten Verhaltensstörungen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Gesteigerte Aggressivität, Unruhe und Wahnvorstellungen belasteten das Zusammenleben im häuslichen Umfeld enorm und seien häufig Grund für eine frühe Heimeinweisung. Eine angemessene und wirksame Therapie könne die Lebensqualität hier erheblich steigern. Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine kämen dabei leider noch häufig zum Einsatz. Aufgrund der Vielzahl von unerwünschten Nebenwirkungen beurteilen die Experten diese Medikamente allerdings sehr kritisch. Ähnliche Bedenken gelten den älteren Neuroleptika, da sie zu Parkinson-Symptomen führen, das Sturzrisiko erhöhen und die geistige Leistungsfähigkeit zusätzlich schwächen können.

 

    • Besser verträglich und daher empfehlenswert seien hingegen neuere atypische Neuroleptika. In Deutschland zugelassen sei hier nur der Wirkstoff Risperidon, der in Studien bewiesen habe, dass er demenzbedingte Verhaltenstörungen deutlich verbessern kann. Die Patienten würden dabei nicht einfach nur ruhig gestellt, sondern schliefen nachts durch, blieben tagsüber wacher und ansprechbarer, das Sturzrisiko werde erheblich verringert.


Würden diese Empfehlungen für die Behandlung von Alzheimer-Patienten breit umgesetzt, ließe sich die oftmals schwierige Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen deutlich entspannen. Von herausragender Bedeutung sei hierfür, dass die Aus- und Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal optimiert wird.

Quelle: Geriatrie Journal, 5/04, 45-49


Teilnehmer der Expertenrunde:

Prof. Dr. Rolf D. Hirsch, Rheinische Kliniken Bonn
Prof. Dr. Ingo Füsgen, Geriatrische Kliniken der Kliniken St. Antonius, Wuppertal, Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie
Privatdozent Dr. Hans Gutzmann, Abteilung für Pyschiatrie und Psychotherapie, Krankenhaus Hedwigshöhe, Berlin, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie
Prof. Dr. Ekkehard Haen, Klinische Pharmakologie/Psychopharmakologie der Psychiatrischen Universitätsklinik Regensburg, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Arzneimitteltherapie bei psychiatrischen Erkrankungen
Rainer Kortus, Abteilung für Gerontopsychiatrie, Zentrum für Psychiatrie, Winnenden, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie

Häufigkeit der Alzheimer-Demenz



Das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, steigt mit dem Altern.

Die Grafik kann von Redaktionen kostenlos per E-Mail (jpg-Format) angefordert werden unter: roswitha.seim(à)kilian.de


3. Bundesweite Aktionswoche 'In Würde altern' vom 25. bis 30. Oktober 2004

(dgk) Demenz ist ein Schicksal, dass immer mehr alte Menschen in Deutschland betrifft. Schon heute leiden mehr als eine Millionen Bundesbürger zum Beispiel unter Alzheimer, in zehn Jahren werden es annähernd zwei Millionen sein. Demenzerkrankungen stellen nicht nur eine medizinische Herausforderung dar, auf uns rollt auch ein gewaltiges gesellschaftliches Problem zu.

Wenn Gedächtnisstörungen Überhand nehmen, Erinnerungslücken größer werden, das soziale Verhalten und die Persönlichkeit sich in auffälliger Weise verändern, dann sind die Betroffenen zunehmend auf Pflege angewiesen. Diese Pflege ist sehr aufwendig und belastend, wird derzeit aber zum größten Teil von den Familienangehörigen geleistet. Doch viele überfordert diese Aufgabe auf Dauer.

Um unseren alten und hoch betagten Mitbürgern ein würdevolles Altern auch mit einer Alzheimer-Demenz zu gewährleisten, müssen wir heute die Weichen stellen. Das beginnt mit einer verbesserten Demenz-Früherkennung und einer optimalen medizinischen Versorgung mit wirksamen Medikamenten, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können. Was wir aber auch benötigen, sind mehr Einrichtungen, die auf die speziellen Bedürfnisse Demenzkranker zugeschnitten sind, und eine stärkere finanzielle Unterstützung der Angehörigen.

Um die Öffentlichkeit auf die vielfach prekäre Situation Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen, veranstalten die Initiative Altern in Würde, das Deutsche Grüne Kreuz e. V. und weitere Kooperationspartner vom 25. bis 30. Oktober 2004 die bundesweite Aktionswoche "In Würde altern".

Ermutigt durch den großen Erfolg der beiden Aktionstage in den Jahren 2002 und 2003 wollen wir auch dieses Mal wieder die Information und Aufklärung über die unterschiedlichen Ausprägungen von Demenzerkrankungen in den Mittelpunkt der diesmal ganzen Aktionswoche stellen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Die Initiative Altern in Würde stellt kostenlos Informationsmaterialien wie Broschüren und Plakate zur Verfügung. Weitere Informationen zum Thema folgen.

Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


Info-Tour: Früherkennung der Alzheimer-Demenz

Alzheimer früh erkennen – Infobus geht auf Tour Das Deutsche Grüne Kreuz startet am 18. Mai 2004 eine große Aufklärungskampagne zur Früherkennung der Alzheimer-Demenz und besucht mit einem Infobus 21 Städte im gesamten Bundesgebiet.
Mehr Informationen lesen Sie hier

Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de

Tourplan:

18.05.2004

Erfurt

Neuwerkstraße, Höhe Hirschlachufer

19.05.2004

Chemnitz

Rosenhof am Markt

21.05.2004

Dresden

Wilsdruffer Straße/Ecke Schloßstraße

24.05.2004

Leipzig

Kleiner Willy-Brandt-Platz

25.05.2004

Magdeburg

Willy-Brandt-Platz

26.05.2004

Hannover

Steintorplatz

27.05.2004

Hamburg

Lange Mühren/Mönckebergstraße

28.05.2004

Bremen

Bahnhofsvorplatz

01.06.2004

Oldenburg

Lefferseck

02.06.2004

Bielefeld

Jahnplatz

03.06.2004

Essen

Limbecker Straße

04.06.2004

Neuss

Markt im Bereich des Brunnens

05.06.2004

Gelsenkirchen

Evangelische Kliniken

07.06.2004

Köln

Fußgängerzone/Breite Straße

08.06.2004

Koblenz

Herz-Jesu-Kirche/Löhr-Center

09.06.2004

Trier

Kornmarkt

11.06.2004

Mannheim

Marktplatz

14.06.2004

Ulm

Blaubrücke

15.06.2004

Augsburg

Moritzplatz

16.06.2004

Nürnberg

Tugendbrunnen/Lorenzkirche

17.06.2004

Frankfurt

Konstablerwache


Schneeglöckcheen bringt Licht in's Hirn
Alzheimer-Forscher diskutieren neue Behandlungsstrategien

(dgk) Die Erforschung der gefürchteten Alzheimer-Krankheit macht weiter Fortschritte. Zwar ist eine Heilung immer noch nicht in Sicht, was es aber an neuen Erkenntnissen und Behandlungsmöglichkeiten gibt, diskutierten jetzt namhafte internationale Wissenschaftler in Mainz.

Immer deutlicher wird, dass bei der Gedächtnisbildung der Botenstoff Acetylcholin eine zentrale Rolle spielt. Über diesen chemischen Vermittler tauschen die Nervenzellen Informationen untereinander aus. Damit diese Botschaften auch richtig ankommen und verstanden werden, müssen ausreichend viele Andockstellen an den Gehirnzellen vorhanden sein.

Doch gerade an diesen Andockstellen, den so genannten Acetylcholin-Rezeptoren, mangelt es den Alzheimer-Patienten. Durch verschiedene krankhafte Prozesse gehen im Verlauf der Erkrankung immer mehr davon unwiederbringlich verloren. Und auch die Gehirnzellen, die diese Rezeptoren tragen, sterben ab. Vorrangiges Ziel der Alzheimer-Forscher ist es deshalb, diesen molekularen Informationsweg so gut wie möglich zu erhalten oder wieder zu verbessern.

Mit einigen modernen Medikamenten gelingt dies inzwischen schon ganz gut. So blockieren die Acetylcholinesterase-Hemmer jenes Enzym, welches den wichtigen Botenstoff Acetylcholin normalerweise rasch wieder abbaut. Sie verlängern also dessen Lebensdauer und verstärken so seine Wirkung.

Noch interessanter ist der neue Wirkstoff Galantamin, ein Alkaloid aus dem Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), über dessen aufregende Eigenschaften in Mainz gleich mehrere Alzheimer-Experten berichteten. "Galantamin hat eine doppelte, vielleicht sogar dreifach positive Wirkung auf den Verlauf der Alzheimer- Demenz", erklärte Alfred Maelicke vom Laboratorium für Molekulare Neurobiologie der Johannes-Gutenberg Universität Mainz, "es hemmt nicht nur den Abbau des Acetycholins, sondern macht auch die noch vorhandenen Andockstellen sensitiver für den Botenstoff. Möglicherweise hat Galantamin sogar einen schützenden Effekt für die Nervenzellen".

Ein Vergleich aus der Photographie vermag die hoch komplizierten Vorgänge etwas besser verdeutlichen: Bei Alzheimer-Patienten wird das Licht im Gehirn immer schwächer. Um noch ein gutes Photo machen zu können, kann man entweder die Belichtungszeit verlängern oder die Lichtempfindlichkeit des Films erhöhen. Galantamin könne beides, so Maelicke.

Dass dies nicht nur Theorie ist, sondern auch in der Praxis funktioniert, belegte Luc Truyen (Titusville, USA). In einer Langzeituntersuchung hatte er beobachtet, dass Galantamin den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten bis zu 48 Monate lang deutlich verlangsamen kann. Die Betroffenen seien durch die Therapie aufmerksamer, konzentrierter und aufnahmefähiger für neue Informationen gewesen.

Galantamin, darin waren sich die Experten in Mainz einig, stelle eine neuartige Behandlungsstrategie bei Alzheimer-Demenz dar. Insbesondere sei der Wirkstoff für die frühe Therapie der Erkrankung ideal geeignet. Denn dann ließe sich damit noch ein hohes Maß an Lebensqualität für die betroffenen Menschen sichern.

Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de


2. Bundesweiter Aktionstag 'In Würde altern' am 28. Oktober 2003
Gedächtnis und Verhalten - die zwei Seiten der Altersdemenz

(dgk) Schon heute leidet fast jeder Zehnte der über 70-Jährigen unter einer Demenzerkrankung wie zum Beispiel Alzheimer. Gedächtnisstörungen und Verhaltensveränderungen kennzeichnen die beiden Seiten der Krankheit. Wenn Erinnerungslücken größer werden, das Orientierungsvermögen nachlässt, soziales Verhalten und Wesenseigenschaften sich in sonderbarer Weise verändern, dann sind dies ernst zu nehmende Warnsignale. Doch meist wird der Arzt erst viel zu spät aufgesucht und noch zu selten eine wirklich effiziente Therapie eingeleitet.

Um die Öffentlichkeit auf die frühen Symptome einer Demenz sowie die vielfach prekäre Situation der Erkrankten und ihrer pflegenden Angehörigen aufmerksam zu machen, riefen die Initiative Altern in Würde, das Deutsche Grüne Kreuz e.V. und weitere Kooperationspartner am 28. Oktober 2003 zum 2. Bundesweiten Aktionstag "In Würde altern" auf. m Mittelpunkt der Aktivitäten zum Aktionstag steht die Aufklärung über die Vielzahl der Symptome, die Möglichkeiten der früheren Diagnose und Therapie von Demenzerkrankungen. Gesundheitsämter, Seniorenbeiräte und zahlreiche Apotheken beteiligten sich.

Ansprechpartner:
Dr. Ingolf Dürr
Deutsches Grünes Kreuz e. V.
c/o Initiative Altern in Würde
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 / 293 - 174
Fax: 0 64 21 / 293 - 774
E-Mail: ingolf.duerr(à)kilian.de

Ausführliche Presseinformationen zum Download:
Sonderpressedienst AiW-Tag 2003

 


Demenz wird oft nicht entdeckt

(dgk) Sozialer Rückzug, Depression und Selbstmordgedanken können frühe Anzeichen für eine Altersdemenz wie z. B. Alzheimer sein. Aus dem Bericht von der 11. Internationalen Konferenz der International Psychogeriatric Association (IPA) in Chicago (August 2003): Nicht die Gedächtnisausfälle allein sind die ersten und deutlichsten Symptome einer beginnenden Demenz. Frühe Vorboten können auch sein, wenn ältere Menschen ihre sozialen Kontakte vernachlässigen, sich mehr und mehr von Familie und Freunden zurückziehen, immer öfter in depressive Gemütslagen versinken und sich der Schlaf- Wachrhythmus verändert. Dies erklärte Professor Michael Davidson (Tel Aviv, Israel) bei einem internationalen Kongress von Gerontopsychiatern in Chicago.

Ausführlicher Bericht


Die Gewinner des Schulwettbewerbs stehen fest

(dgk) Mehr als 50 Schulen aus Hessen haben sich an dem Wettbewerb "Lieber Opa bös verwirrt - wie Wesensveränderungen den Alltag in der Familie erschweren" beteiligt. Aufgabe der acht- bis zwölfjährigen Schülerinnen und Schüler war es, auf der Basis einer vom DGK entwickelten Unterrichtseinheit das Thema Wesensveränderungen bei alten Menschen kreativ umzusetzen. Kein leichtes Thema für diese Altersgruppe. Viele der Schulklassen verbanden die Wettbewerbsteilnahme mit einem Besuch in einem Altenheim, in dem sie dann - das zeigen die Ergebnisse - erstmals mit demenzkranken alten Menschen zusammentrafen. Durch diese Erfahrungen, nämlich zu sehen, was genau eine Wesensveränderung ist, gelang es in vielen Beiträgen, das Thema auf die Frage "Wie wirken sich diese Veränderungen dann auf das Familienleben aus?" zuzuspitzen. Nach dem Motto "Schüler informieren Schüler" entwickelten die Kinder Broschüren, Wandzeitungen, Brettspiele, Theaterstücke etc. und setzten ihr neues Wissen um.
Die Auswahl fiel nicht leicht und daher werden nicht nur die drei Hauptpreise vergeben, sondern darüber hinaus noch Sonderpreise für eine inhaltlich besonders gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema.

Ausführlicher Bericht

 

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